HomeKontaktSitemapImpressumSRzG in anderen SprachenLinks zu Partnerorganisationen
InstitutThemenPublikationenJfGGTagungenPreisePresseJobsBeitritt
Wer wir sind
Personen
SRzG-Förderverein
Links

Newsletter







STIFTUNG
FÜR DIE RECHTE
ZUKÜNFTIGER
GENERATIONEN

Mannsperger Str. 29
D-70619 Stuttgart

Fon 0711 / 28052777
Fax 03212 / 2805277
Email
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können


Bankverbindung
GLS Gemeinschafts-
bank eG

IBAN: DE64
430609678039555800
BIC: GENODEM1GLS



Homepage Relaunch

Liebe Leserin, lieber Leser,

Diese Webseite wird in Kürze abgestellt.

Alle Informationen zur Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen finden Sie ab sofort bereits auf der neuen Homepage unter

http://generationengerechtigkeit.info/

 
Home
 Liebe Leserin, lieber Leser,
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) ist ein gemeinnütziger Think-Tank für Generationengerechtigkeit. Sie setzt sich dafür ein, dass nachrückende Generationen mindestens die gleichen Chancen auf Bedürfnisbefriedigung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht bekommen wie ihre Vorgänger-Generationen. Hierfür betreibt die Stiftung Forschung in den Bereichen Politikwissenschaft, Ethik und Rechtswissenschaften und setzt sich in Kampagnen und Projekten für mehr Generationengerechtigkeit ein. Über aktuelle Projekte informiert der SRzG-Newsletter.
  

 
SRzG-Mitglieder nehmen an UN-Konferenz zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens teil

In Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz im November 2017 in Bonn fanden vom 08.-18. Mai 2017 die Zwischenverhandlungen des UN-Klimagipfels 2017 statt.
An der Konferenz nahmen auch SRzG-Vorstandsmitglied und Sprecherin Anna Braam, Botschafterin Anna Halbig sowie sieben weitere junge Erwachsene teil.
Gegenstand der Zwischenverhandlungen war die Implementierung des Pariser Klimaabkommens, denn mit diesem Klimaabkommen wurde ein wichtiger Meilenstein in der Bekämpfung des Klimawandels erreicht: Zum ersten Mal in der Geschichte konnte sich die internationale Staatengemeinschaft darauf einigen, die Erderwärmung auf unter 2°C zu begrenzen. Doch damit wurde 2015 nur über das Ziel, das Was, entschieden. Nun soll eine Einigung gefunden werden, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

Die Stimmung
Die Stimmung unter den Delegierten war von der Ankündigung der US-Administration geprägt, gegebenenfalls aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen. Zunächst hatte es geheißen, diese Entscheidung solle am zweiten Verhandlungstag gefällt werden, dann wurde sie jedoch auf Ende Mai, nach dem G7-Gipfel, verschoben. Die US-Delegierten traten in den Verhandlungen eher unscheinbar auf, zahlenmäßig fielen sie kaum ins Gewicht. Beispielsweise war die vietnamesische Delegation mit 14 Personen doppelt so stark besetzt wie die US-Delegation.
Die Ankündigung Trumps brachte jedoch eine überraschende Dynamik in den Prozess: Statt aufgrund der Unsicherheit zu resignieren, schlossen sich die Staaten zusammen. So wurde am letzten Tag der Verhandlungen eine Allianz bekannt gegeben, der mehr als die Hälfte aller Länder weltweit angehören, darunter die EU-Staaten sowie Entwicklungsländer aus Afrika, der Karibik und dem Pazifikraum (die AKP-Staaten). Die EU sicherte zudem 800 Mio. € Hilfe für die vom Klimawandel betroffenen AKP-Staaten zu. Wo bisher eine Spaltung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern bestand, führt Trumps Ankündigung nun zu Kooperation und einem so bislang nicht dagewesenen Zusammenschluss.
Mit Blick auf die USA meint EU-Kommissar Canete, das Pariser Klimaabkommen sei „irreversibel und nicht-verhandelbar“. Während die USA weiter (bzw. besser gesagt wieder) die Kohleindustrie fördern, zeigen sich Indien und China als neue Vorreiter – sie übersteigen ihre klimapolitischen Zielvorgaben sogar.

Die Ergebnisse
Die Verhandlungen in Bonn waren technischer Art und drehten sich vorwiegend um die Anpassung an den Klimawandel und die Minderung seiner Folgen. Fortschritte wurden u.a. bei der Ausgestaltung des Facilitative Dialogues erzielt. Dies ist ein Prüfverfahren, mit dessen Hilfe die von den Staaten vorgelegten Klimaschutzziele im kommenden Jahr im Hinblick auf ihre Vereinbarkeit mit dem 2-Grad-Ziel untersucht werden und entsprechend erhöht werden sollen. Nur wenn es gelingt, die organisatorischen Vorfragen über die Ausgestaltung des Facilitative Dialogues auch tatsächlich im Vorfeld des Mechanismus zu klären, wird den Staaten 2018 auch Zeit für die inhaltlichen Fragen rund um die Nachbesserung der nationalen Klimaschutzziele verbleiben.
Nachbesserung wird weiterhin beim Anpassungsfonds erwartet. Der unter dem Kyoto-Protokoll verankerte Fonds zur Finanzierung von Projekten zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern solle ebenso der Umsetzung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele dienen – so der Plan. Ohne Nachbesserungen in diesem Bereich hätten viele Länder kaum die Möglichkeit, kurzfristig auch an vergleichsweise geringe Summen heranzukommen, um Projekte zu finanzieren. Bislang fehlt es jedoch noch an festen Zusagen und Regulierungen. Die Diskussion dazu soll Mitte Oktober fortgeführt werden.

Die Arbeit der SRzG-Delegierten
Die Arbeit der SRzG-Delegierten drehte sich in Bonn schwerpunktmäßig um den Bereich “Action for Climate Empowerment”, kurz: ACE.
Unter diesem Begriff sind Maßnahmen zur Bildung rund um das Thema Klimawandel zusammengefasst. Diese Maßnahmen wurden erstmals 1992 in der UN-Klimarahmenkonvention unter Art. 6 vereinbart, wurden 2012 im Doha Work Programme wieder aufgenommen und 2015 letztlich im Pariser Klimaabkommen unter Art. 12 verhandelt. Der Einfachheit halber wird im UN-Kontext über das Paket “Action for Climate Empowerment” gesprochen, das auf sechs Säulen beruht: Bildung, Partizipation, öffentlicher Zugang zu Informationen, öffentliche Trainings, Schaffung öffentlichen Bewusstseins für Klimawandel und internationale Zusammenarbeit. Jedes Land hat zu den genannten Elementen nationale Programme vorzuweisen; im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit soll je einer Person aus einer Länderdelegation oder nationalem Umweltministerium die Funktion einer ACE-Kontaktperson zukommen. Gemeinsam mit der ACE-Arbeitsgruppe der UN-Jugendvertretung YOUNGO arbeiten die SRzG-Delegierten an dem Konzept eines Workshops für die ACE-Kontaktpersonen, um sich während des Klimagipfels im November über Best Practice Beispiele, Herausforderungen und neue Herangehensweisen bei der Implementierung nationaler Programme austauschen zu können.
Ein weiterer Fokus der Jugenddelegierten – über die Zwischenverhandlungen hinaus – liegt auf der Organisation der 13. Jugendkonferenz (Conference of Youth, kurz: COY), die kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP 23 vom 2.- 4. November 2017 in Bonn stattfinden wird. Es werden 500 bis 700 TeilnehmerInnen erwartet.
Das bedeutet zunächst einmal einen großen logistischen Aufwand: Konferenz- und Workshopräume müssen her, Möglichkeiten der Unterbringung, Finanzierungen und Programmbeiträge müssen vorab geklärt werden.
Während der Zwischenverhandlungsrunde haben die SRzG-Akkreditierten Clara von Glasow, Julius Schlumberger, Simon Lange und Luja von Köckritz die COY in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Mehr Informationen:

Weitere Informationen zur Arbeit von Anna Braam und Anna Halbig bei der UN-Konferenz finden Sie auch im Blog der Klimadelegation oder im Online-Magazin Klimaretter.info.

Mehr Informationen zur Conference of Youth (COY):
Allgemeine Informationen zur COY13, zu Anmeldungsverfahren und Kontaktaufnahme finden sich auf
Facebook (@COY13), Twitter (#COY13, @COY13official), Instagram (COY13official) und Snapchat (COY13official).

 
Fernsehtipp

SRzG in den ARD Tagesthemen

Am Sonntag, den 28. Mai 2017 stellt die SRzG ab 22.45 Uhr in den Tagesthemen der ARD ihren Elf-Punkte-Plan für generationengerechte Parteien vor.

Also, einschalten!

 
Klimadiplomatie live

Vom 8.-18. Mai 2017 nehmen Jugenddelegierte der SRzG an den Zwischenverhandlungen des UN-Klimagipfels 2017 teil. Darunter auch Nora und Patrick, die für die SRzG akkrediert wurden. In diesem Video berichten sie über ihre Eindrücke.

Zwei Wochen lang verhandeln in Bonn Politiker, Entscheidungsträger und NGOs aus aller Welt, wie das Pariser Klimaabkommen am besten umgesetzt werden kann und bereiten damit die nächste Weltklimakonferenz vor.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 gilt als Meilenstein des Klimaschutzes, denn nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen verpflichteten sich darin alle Staaten dazu, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern. Das ist ein historischer Schritt – nach der bisherigen Regelung im sogenannten Kyoto-Protokoll waren nur einige Industriestaaten dazu verpflichtet, Emissionen zu senken. Der Weltklimakonferenz wird vom 6.-17. November 2017 unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi in Bonn statt.

Mehr Informationen zum 23. Weltklimagipfel

 
„Der Jugend gehört die Zukunft. Den Alten alles andere.“
„Warum darf die Jugend nicht mitreden, wenn es um ihre Interessen und ihre Zukunft geht?“

Diese Frage stellt SRzG-Vorstandmitglied Wolfgang Gründinger in seinem neuen Buch Alte Säcke Politik: Wie wir unsere Zukunft verspielen. In seinem Plädoyer analysiert der junge Politikwissenschaftler unter anderem die Finanz-, Bildungs- und Rentenpolitik aus dem Blickwinkel der jungen Generation – und überzeugt dabei so sehr, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung sein Buch als Das politische Buch des Jahres 2017 auszeichnet.

Laut Gründinger wird die deutsche Politik zu stark von „den Alten“ bestimmt: Digitale Medien werden als Bedrohung abgestempelt, eine zu gegenwartsorientierte Finanzpolitik verhindert notwendige Zukunftsinvestitionen, der Technikrückstand Deutschlands wird zur Hypothek der Jungen. Diese zentralen Zukunftsfelder müssen jedoch im Sinne nachkommender Generationen gestaltet werden. Anders als der Titel vermuten lässt, steht Gründinger für eine Zusammenarbeit zwischen „den Jungen“, die er leidenschaftlich verteidigt, und „den Alten“, deren Erfahrung notwendig ist. Mit seinen „frechen, herausfordernden Formulierungen“ trifft Gründinger laut Jury „einen empfindlichen Nerv unserer Politik und Gesellschaft“.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet mit dem Preis Das politische Buch seit 1982 jährlich herausragende Neuerscheinungen aus, die sich nicht nur mit gesellschaftspolitischen Problemstellungen auseinandersetzen, sondern diese auch einem breiten Publikum verständlich machen und Denkanstöße geben. Gründinger gesellt sich zu einer Reihe bekannter Preisträger wie Helmut Schmidt, Michail Gorbatschow und Peer Steinbrück.
 
Liebe Parteien, werdet zukunftsfähig! – Ein Elf-Punkte-Plan
Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Parteiendemokratie, die politischen Parteien sind das Herzstück der deutschen Politik. Aber seit den 1970er Jahren verlieren die etablierten Parteien an Mitgliedern, vor allem weil junge Menschen nicht mehr eintreten.
Dabei sind seit der Wahl von Trump, dem Beschluss über den Brexit und dem Erstarken des Rechtspopulismus viele junge Menschen in die Parteien geströmt und so politisch interessiert wie seit Langem nicht mehr. Alleine die SPD verzeichnet seit Anfang des Jahres 15.000 Neumitglieder. Treten junge Menschen in Parteien ein, treffen sie jedoch auf alte Parteistrukturen, die oft noch aus den 1970er Jahren stammen. Da ist es kein Wunder, dass die Parteien kaum noch potentiellen Nachwuchs begeistern können und selbst die neu gewonnen, jungen Parteimitglieder drohen, schnell wieder zu „Karteileichen“ zu werden. Die Folge: Die Parteien überaltern und vertreten immer weniger die Interessen junger Menschen. Ein Teufelskreis, der aber nicht unumkehrbar ist. Ein grundlegender Wandel muss her, damit den Parteien nicht die Luft ausgeht.

Für die Stiftung der Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) steht deshalb fest: Die Parteien müssen wieder generationengerecht sein und handeln. In ihrem Positionspapier macht die SRzG den Parteien dazu elf Vorschläge:

1. Alle Macht den Mitgliedern
2. Zwischenstufe von Mitgliedschaft und Nicht-Mitgliedschaft
3. Öffnung der Strukturen
4. Strukturen vereinfachen
5. Think Tank werden
6. Ortsgebundenheit auflösen
7. Parteitage reformieren
8. Online-Mitarbeit ermöglichen
9. Rotation bei den Ämtern
10. Finanzielle Unterstützung von Kandidatinnen und Kandidaten
11. Kultur des Scheiterns erlauben

„Wenn die etablierten Parteien den Anschluss an die junge Generation nicht verpassen möchten, sollten sie die genannten Punkte beherzigen: Offene Strukturen, mehr Beteiligungsmöglichkeiten, Digitalisierung und die Finanzierung aufstrebender, junger Kandidatinnen und Kandidaten machen Parteien attraktiv für den politischen Nachwuchs“, sagt SRzG-Botschafter Yannick Haan. Gleichzeitig könnten die Parteien damit ihrem Mitgliederschwund entgegenwirken und die Stimmen junger Wähler und Wählerinnen gewinnen. Haan: „Liebe Parteien: Werdet zukunftsfähig.“

Lesen Sie hier das Positionspapier und den vollständigen Elf-Punkte-Plan .
 
Baden-württembergischer Landtag beschließt Luxuspension - und rudert zurück

  landtagbwAm 10. Februar 2017 beschloss der baden-württembergische Landtag im Eilverfahren die Rückkehr der Abgeordneten zu einer Staatspension und somit Mehrausgaben in zweistelliger Millionenhöhe. Die SRzG hatte dies heftig kritisiert und wurde mit ihrem Engagement in den lokalen Medien erwähnt. Nachdem sich die Landtagsfraktionen massiver Kritik aus allen Richtungen gegenüber sahen, verkündeten die Fraktionsvorsitzenden von Grünen, CDU und SPD vier Tage später bei einer Pressekonferenz, dass die Neuregelung zunächst ausgesetzt werde. Nun soll eine Expertenkommission die Grundlage für ein neues Gesetz schaffen.

Die Neuregelung bezog sich auf ein 2008 vom Landtag verabschiedetes Gesetz. Damals waren – als vertrauensförderndes Signal an die Wählerschaft – die staatlich alimentierten Pensionen in Baden-Württemberg erfreulicherweise gestrichen worden. Das entsprach der Beschlusslage des damaligen (wie aktuellen) Rentenpositionspapiers der SRzG, in dem es heißt: „Der Einbezug der Regierenden in die gesetzliche Rentenversicherung wäre der größte Vertrauensbeweis, dass die Renten wirklich sicher sind. Wenn PolitikerInnen und Volk ‚im selben Boot‘ säßen, wäre das Vertrauen in die Worte der VolksvertreterInnen zur Lage der Rentenversicherung ungleich höher und würde dem Gerechtigkeitsempfinden der Bürger entsprechen. Der Reformeifer von den PolitikerInnen bei der gesetzlichen Rentenversicherung lässt stark nach, wenn sie von den Auswirkungen der Problemen dieser Rentenversicherung nicht selbst betroffen sind.“

Baden-Württemberg war damals eines der wenigen Länder, das sich 2008 von der Staatspension verabschiedet hatte. Mit dem Verzicht auf die Staatspension sollten sich die (Neu-)Parlamentarier an die Lebenswirklichkeit der Mehrzahl der Menschen im Land annähern. Dieser Schritt war damals allseits begrüßt und von den Abgeordneten selbst als historische Großtat, das neu entstandene System als „zeitgemäßer, lebensnäher, nachhaltiger und vor allem wirtschaftlicher“ (Stuttgarter Zeitung) gefeiert worden. Seitdem gab es für alle Parlamentarier, die nach 2006 ins Parlament kamen, einen Fixbetrag (derzeit monatlich 1679€), der privat für das Alter anzulegen war. Als Ausgleich für die Reform ihrer Altersbezüge hatten sich die Mitglieder des Landtags (MdL) 2008 eine Diätenerhöhung um fast ein Drittel auf 7616€ genehmigt – und zwar alle Parlamentarier, auch diejenigen, die schon vor 2006 in den Landtag gekommen und von der Reform der Altersversorgung gar nicht betroffen waren.

Im Vorfeld der am 10.2.2017 beschlossenen und kurz darauf zurückgenommenen Neuregelung war vielen Abgeordneten bewusst geworden, was viele junge Regierte auch feststellen müssen, nämlich, dass in Zeiten des dauerhaften Niedrigzinses die private Altersvorsorge sehr erschwert wird. Kein Wunder, dass es bei den Neuparlamentariern den Wunsch gab, wieder ins System der Staatspension zurückzukehren. Vor allem die jungen bzw. neugewählten MdL konnten sich ausrechnen, dass angesichts der andauernden Niedrigzinsphase ihre Altersversorgung deutlich unter der Altersversorgung der Altparlamentarier liegen wird. Berechnungen des Landesrechnungshofes ergaben: Wer die Staatspension beziehen kann, der wird nach der durchschnittlichen Verbleibzeit im Parlament eine Monatsrente von 2470€ im Alter haben. Wer den Höchstbetrag von 1187€ in die gesetzliche Rente einzahlt, der wird im Alter einen Rentenanspruch von 813€ haben. Zwar soll die private Vorsorge als Wahlmöglichkeit für die MdL erhalten bleiben, aber diese Wahl ist unattraktiv. 2470€ versus 813€ monatlich lautet die Rechnung nach heutigem Stand – wer würde da nicht die Staatspension wollen?

Die SRzG hat einen Vorschlag entworfen, der den Verbleib von Regierenden und Regierten im gleichen Rentensystem mit dem Ziel der Gleichstellung junger bzw. nach der Reform gewählter MdL kombiniert.

Die Fraktionssprecher kündigten an, zeitnah eine Sachverständigenkommission einzurichten, die zur künftigen Altersversorgung der MdL Empfehlungen abgeben soll. Die SRzG beansprucht, bei der Besetzung dieser Kommission mitzureden. Es muss verhindert werden, dass ausschließlich Sachverständige berufen werden, die selbst im System der Staatspensionen sind. Die SRzG hat hier an einer überraschenden Kehrtwende mitgewirkt. Eine generationenungerechte Neu-Regelung konnte vorerst verhindert werden.

 
8. Generationengerechtigkeits-Preis 2015/2016

Generationengerechtigkeits-Preis 2015/16 - Die Preisverleihung fand am 08. November 2016 in Berlin statt.

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) vergibt, angeregt und finanziert durch die Stiftung Apfelbaum, den Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 €. Mit dem Preis will die SRzG die gesellschaftliche Diskussion über generationengerechte Politik fördern, ihr eine wissenschaftliche Grundlage verleihen und Handlungsperspektiven eröffnen. Die Ausschreibung richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen.

Am 8.11.2016 fand die Preisverleihung des Generationengerechtigkeits-Preises zu dem Thema „Verfassungen als Ketten?“ in Berlin statt. Mit der Einbindung in den Best-Age-Kongress des Behördenspiegels stand ein geeigneter Rahmen zur Verfügung. Gleichzeitig wurde der Doppelcharakter der Veranstaltung deutlich: sie war einerseits als Preisverleihung, andererseits als Forum im Gesamtprogramm aufgeführt. Es war die Intention der SRzG, nicht nur Ehrungen vorzunehmen, sondern die in den Arbeiten enthaltenen Ideen auch inhaltlich weiter zu diskutieren, um daraus für ein geplantes SRzG-Positionspapier Gewinn zu ziehen.

Vor rund 30 interessierten Gästen skizzierte zunächst Wolfgang Gründinger (SRzG) Ziele und Rahmenbedingungen des mit 10.000 Euro dotierten Preises. Der Preis wurde von der Stiftung Apfelbaum angeregt, die ihn auch finanziert.
Im Rahmen seiner Laudatio hob dann PD Dr. Dr. Jörg Tremmel (Universität Tübingen) die Stärken jeder Arbeit hervor. Er rief anschließend die Preisträger auf, die inhaltlichen Diskussionen zum Thema weiterzuführen, damit die Arbeiten bis zur Publikation in der Fachzeitschrift (siehe www.igjr.org) „sogar noch besser werden als sie jetzt schon sind“. Nachfolgend präsentierten alle vier Preisträger, die aus Michigan (USA), Tel Aviv (Israel), Barcelona (Spanien) und Düsseldorf angereist waren, ihre jeweiligen Kernthesen. Die Präsentationen führten zu Diskussionsbedarf und wurden im Anschluss im informellen Rahmen noch über mehrere Stunden diskutiert.

Mehr Informationen zum Generationengerechtigkeits-Preis 2015/16 finden Sie hier.
 
6. Demografie-Preis 2016/2017

demo-preis 16-17 motivDie Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) und die Londoner Stiftung Intergenerational Foundation (IF) loben gemeinsam alle zwei Jahre den Demografie-Preis aus, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Er wurde durch die Stiftung Apfelbaum angeregt und wird durch sie finanziert.

Mit dem Preis möchten die SRzG und die IF die Diskussion über Generationengerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft befördern und durch das Einbringen von wissenschaftlichen Argumenten in diese Debatte den gesellschaftlichen Entscheidungsträgern neue Handlungsperspektiven aufzeigen. Vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aller Disziplinen sind eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen. Gemeinschaftsbeiträge sind möglich und gern gesehen. Der Umfang der Arbeiten sollte 5.000 bis 8.000 Wörter umfassen (ohne Literaturverzeichnis, Abbildungen und Tabellen). Einsendeschluss ist der 1. Juli 2017.

Der 6. Demografie-Preis 2016/2017 wurde ausgeschrieben zum Thema "Generationengerechtigkeit messen".

Themenaufriss (Auszug):

In den vergangenen Jahren hat das Interesse, Generationengerechtigkeit und das Wohlbefinden junger Menschen (als distinkte Gruppe innerhalb einer Gesellschaft) zu messen und zu vergleichen -  sowohl zwischen verschiedenen Ländern (räumlich), als auch im zeitlichen Sinne - immer mehr zugenommen. Der von der Intergenerational Foundation (IF) Anfang 2016 entwickelte "European Index of Intergenerational Fairness" ist dabei nur das jüngste Beispiel. Diesem Forschungsgebiet liegt die Vermutung zugrunde, dass das Wahlvolk dazu tendiert, eigennützig zu handeln und seine kurzfristigen Interessen auf Kosten der nachrückenden Generationen durchzusetzen. Dies wird zum Beispiel deutlich durch Faktoren wie hohe Staatsschulden, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und –armut und wiederkehrende ökologische Krisen.

Mögliche Fragen für die Wettbewerbsteilnehmer:

Sind die jeweiligen Indikatoren, durch die Generationengerechtigkeit gemessen werden kann, hinreichend und angemessen oder sollten sie ergänzt werden?

Welche methodischen Fallen gibt es beim Messen von Generationengerechtigkeit, und wie können diese vermieden werden?

Wie gut reagieren "alternde Gesellschaften" wie zum Beispiel Deutschland, Schweden oder Finnland auf die Herausforderungen der Generationengerechtigkeit?

Die ausführlichen Wettbewerbsunterlagen sollen angefordert werden unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .


Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

Das Ausschreibungsplakat finden Sie hier.

Die formalen Anforderungen finden Sie hier.

 

 

 
Wahlprüfungsbeschwerde zurückgewiesen
01_10_14Verfassungsrichter weisen Jugendliche ab

Das Bundesverfassungsgericht hat vor kurzem eine Wahlprüfungsbeschwerde zurückgewiesen, die 25 Klägerinnen und Kläger, darunter SRzG-Sprecher Wolfgang Gründinger und 15 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 17 Jahren, eingereicht hatten. Unterstützt wurde die Beschwerde von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und der Plant-for-the-Planet-Foundation. Ziel der Klage war, das gültige Mindestwahlalter von 18 Jahren abzuschaffen und damit Demokratie und Generationengerechtigkeit zu stärken.

In ihrer Klageschrift legten die jungen Menschen ganz konkret Einspruch gegen die Bundestagswahl 2013 ein, weil damals 13 Millionen deutsche Staatsbürger pauschal allein aufgrund ihres Alters vom Wahlrecht ausgeschlossen worden waren. Unser Vorschlag: Jugendliche sollten wählen dürfen, sobald sie wollen und können  ̶ ein selbstständiger Eintrag ins Wahlregister im Rathaus muss genügen.

Die Verfassungsrichter lehnten nun nach langen Beratungen den Einspruch der Klägerinnen und Kläger vom 8. Juli 2014 ab. Sie beriefen sich dabei auf ein Gutachten des Berichterstatters Richter Peter Müller vom 26. Januar 2016. Die im Gutachten angeführten Gründe überzeugen die SRzG nicht. Wir kämpfen daher weiter für eine Öffnung des Wahlrechts auch für die junge Generation!

Die SRzG hat für ihr Anliegen prominente Unterstützer: So meint Plant-for-the-Planet-Gründer und Mitkläger Felix Finkbeiner: „Heute haben in Deutschland die Senioren die demokratische Mehrheit und die Politiker richten ihre Politik nach den Wählern. Nachhaltige Themen wie die Bekämpfung der Klimakrise, mit denen sich keine Wahlen gewinnen lassen, bekommen nicht den Stellenwert, den sie haben müssten. Deswegen muss die heute junge Generation in Deutschland das Wahlrecht bekommen.“

Ähnlich äußern sich die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance. Renate Schmidt sagt: „Ich unterstütze voll und ganz das Anliegen der Klägerinnen und Kläger, dass Jugendliche wählen dürfen, sobald sie dies wollen. Ich bedauere daher die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die Wahlprüfungsbeschwerde fallen zu lassen.“ Und Prof. Dr. Klaus Hurrelmann kommentiert: „Die Entscheidung des Gerichtes ist enttäuschend und schwer nachvollziehbar. Ich hätte mir gewünscht, dass die Richterinnen und Richter das demokratische Recht auf Beteiligung an Wahlen endlich neu auslegen. Bis es zu einer Revision kommt, bleibt jetzt zunächst nur der Weg offen, das Mindestwahlalter deutlich abzusenken. Diesen Weg sollten wir stark propagieren.“

Die zugehörige Pressemitteilung der SRzG vom 19.05.2016 finden Sie hier.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18.04.2016 finden Sie hier.

Das Gutachten des Berichterstatters Richter Peter Müller vom 26.01.2016 finden Sie hier.

Die Klageschrift der Jugendlichen vom 07.07.2014 finden Sie hier.
 
2. Legislativ-Preis 2017
01_0713_legpreisGesetzesvorschläge für den 2. Legislativ-Preis gesucht

Die SRzG hat 2013 erstmalig den undotierten Legislativ-Preis für das generationengerechteste Gesetz der 17. Legislaturperiode (2009-2013) verliehen. Der Preis ging damals an das Atomausstiegsgesetz des Deutschen Bundestags. Zum Ende der 18. Legislaturperiode 2017 soll der Legislativ-Preis erneut verliehen werden. Dieser soll ein Gesetz prämieren, das entweder eine Ungerechtigkeit zu Lasten der zukünftigen Generationen beseitigt oder die künftigen Generationen vor Lasten schützt. In Frage kommen alle denkbaren Gesetze auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene der 18. Legislaturperiode.

Die SRzG sucht Vorschläge für preiswürdige Gesetze. Jede/r Interessierte kann unter  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können seine Vorschläge an das SRzG-Büro mailen (möglichst mit kurzer Begründung). Auf Grundlage der eingehenden Vorschläge wird eine Fachjury zunächst eine Shortlist von fünf Gesetzen zusammenstellen und aus dieser letztlich das generationengerechteste Gesetz küren. In einem feierlichen Rahmen sollen später die für das Gesetz verantwortlichen Politiker den Legislativ-Preis verliehen bekommen. Die SRzG bedankt sich herzlich bei der Stiftung Apfelbaum, die den Legislativ-Preis erneut mit einem Organisationskostenzuschuss fördert.
 
5. Demografie-Preis 2014/2015
Thema: "Geringe Wahlbeteiligung junger Menschen - Auswirkungen und Abhilfen" - Preisverleihung in Berlin

preisverleihung srzg demografiepreis fuer hp_preistraegerIn Zusammenarbeit mit der Intergenerational Foundation (IF) hatte die SRzG den 5. Demografie-Preis 2014/2015 zum Thema "Geringe Wahlbeteiligung junger Menschen – Auswirkungen und Abhilfen"  ausgeschrieben. Die Preisverleihung fand am 8. September 2015 erstmals in Kooperation mit dem Behörden Spiegel im Rahmen des 10. Demografie-Kongresses Best Age im dbb forum Berlin statt. SRzG-Botschafter Martin Speer begrüßte die anwesenden Gäste. Die Laudatio hielt Doris Wagner, demografiepolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion.

Die Preisträgerinnen und Preisträger (siehe Foto) stellten im Anschluss ihre ausgezeichneten Arbeiten persönlich vor. Die Preisträger sind: Charlotte Snelling, University of Edinburgh, 1. Platz für die Arbeit Questioning the turnout-raising potential of educational expansion. Thomas Tozer, University of York, 2. Platz für die Arbeit Increasing electoral turnout among the young. Den 3. Platz belegen Jonas Israel und Maximilian Brenker, Universität Düsseldorf, mit ihrer Gemeinschaftsarbeit Mobilisierung von Jungwählern durch kommunale Online-Wahlhilfen – Eine empirische Untersuchung anhand des lokal-o-mat.

Der Preis war von der Stiftung Apfelbaum angeregt und von ihr mit 10.000 Euro dotiert worden. Die Ausschreibung richtete sich vor allem an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.

Alle eingereichten Arbeiten, sowohl deutsche als auch englische waren möglich, wurden von einer hochrangigen Jury bewertet.

Die Jury bestand aus:
  • Uwe Wagschal, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Rüdiger Schmitt-Beck, Universität Mannheim
  • Franziska Wächter, Evangelische Hochschule Dresden
  • Christina Tillmann, Bertelsmann Stiftung
  • Katie Ghose, Chief Executive of the Electoral Reform Society
  • James Sloam, Royal Holloway, University of London
  • Andrew Mycock, University of Huddersfield
  • Matt Henn, Trent University Nottingham
  • Jörg Tremmel, Eberhard Karls Universität Tübingen

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

Das offizielle Ausschreibungsplakat finden Sie hier.


 
7. Generationengerechtigkeits-Preis 2013/2014
Ergebnisse des 7. Generationengerechtigkeits-Preis 2013/2014 zum Thema "Jugendbewegungen für Generationengerechtigkeit"

gege7_jugendbewegungenAm 15. Oktober 2014 ist der Einsendeschluss zur Teilnahme am 7. Generationengerechtigkeits-Preis 2013/2014 zum Thema "Jugendbewegungen für Generationengerechtigkeit" abgelaufen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Der von der Stiftung Apfelbaum angeregte und finanzierte Preis wurde zusammen von der SRzG und der Intergenerational Foundation (IF) organisiert und international verbreitet. Insgesamt wurden 12 deutsche und englische Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler/innen eingereicht.

Die Jury hat aus allen eingegangenen Arbeiten insgesamt acht Arbeiten prämiert:

Der erste Platz ging an Miriam Stehling und Merle-Marie Kruse für ihre Teamarbeit "Occupy als Jugendbewegung für Generationengerechtigkeit? Mediatisierte Aushandlungen des ‚Politischen‘ durch junge Menschen".

Der zweite Platz ging an Sonja Thau für ihre Arbeit "Der Arabische Frühling als Ruf für Generationengerechtigkeit".

Der dritte Platz ging an Thomas Tozer für seine Arbeit "Youth Movements for Intergenerational Justice A study into the nature, cause and success of youth movements, and why they are required by intergenerational justice and democracy".

Neben den drei Siegerarbeiten prämierte die Jury fünf weitere Arbeiten mit einem Sonderpreis, was noch einmal das hohe Niveau der eingereichten Arbeiten widerspiegelt.

Weitere Informationen zum Generationengerechtigkeits-Preis 2013/2014 sowie die Siegerarbeiten finden Sie hier.


 
Kampagne "Wir wollen wählen!"
Kinder ziehen vor Verfassungsgericht

Ziel: Mindestalter beim Wahlrecht abschaffen

wahlen15 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren haben eine Klageschrift vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht, um das Mindestwahlalter abzuschaffen und damit Demokratie und Generationengerechtigkeit zu stärken. Sie werden unterstützt von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, dem "bekanntesten außerparlamentarischen Thinktank in Sachen Generationengerechtigkeit" (Wirtschaftswoche), sowie der Kinderinitiative "Plant for the Planet". Rechtlich begleitet werden sie von Prof. Michael Quaas, laut Handelsblatt-Ranking 2014 einem der "besten Anwälte Deutschlands". Prof. Quaas hat die Kampagne bisher unentgeltlich betreut. Erst im Falle einer Annahme der Klage und einer mündlichen Verhandlung in Karlsruhe wird er "mit einem Vorschlag auf uns zukommen, der dem Aufwand und der Bedeutung der Angelegenheit Rechnung trägt."

Aus Anlass der Klageeinreichung fand am 15. Juli 2014 eine von der SRzG organisierte Pressekonferenz in Berlin statt. Dort sprachen Wolfgang Gründinger (SRzG-Sprecher), Renate Schmidt (Bundesfamilienministerin a.D.), Jens Spahn (CDU-Bundestagsabgeordneter), Felix Finkbeiner (Mitkläger; Plant-for-the-Planet) und Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit (Senatorin für Justiz a.D.). Die SRzG-Pressemitteilung finden Sie hier. Unter www.wir-wollen-waehlen.de bieten wir Videomaterial von der Pressekonferenz an, welches Sie gerne verwenden können.

Die Anfechtung der Bundestagswahl vor dem Verfassungsgericht und die folgende Pressekonferenz haben ein erhebliches Medienecho ausgelöst, welches wir auf unseren Presseseiten dokumentieren. Ein Interview von unserem Anwalt Prof. Quaas zur Kampagne finden Sie hier.

Zum Hintergrund der Kampagne:


Bei der Bundestagswahl 2013 hatten Kinder und Jugendliche keine Stimme. Millionen Menschen in Deutschland sind pauschal vom Wahlrecht ausgeschlossen – nur weil sie unter 18 Jahre alt sind. Damit steht 17% der Bevölkerung ihr wichtigstes politisches Grundrecht nicht zu. Das verletzt die Grundsätze von Demokratie und Volkssouveränität. Dieser Zustand ist nicht länger haltbar. Wir haben daher gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die Initiative "Wir wollen wählen!" gestartet.

Am 20. November 2013 haben über ein Dutzend Kinder und Jugendliche zusammen mit der SRzG eine Wahlbeschwerde beim Bundestag eingereicht. Am 8. Mai 2014 hat der Bundestag unseren Wahleinspruch abgewiesen. Am 7. Juli 2014 hat die SRzG fristgerecht Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingelegt mit dem Ziel, das Mindestalter beim Wahlrecht abzuschaffen.

Am 21. Juli 2014 erschien der Sammelband "Wahlrecht für Kinder? Politische Bildung und die Mobilisierung der Jugend" von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und Dr. Tanjev Schultz. Das Buch bietet einen umfassenden Überblick zur aktuellen Wahlaltersdiskussion. Weitere Informationen zum Sammelband finden Sie bei den SRzG-Buchtipps.

Am 21. Juli 2014 sendete der Bayerische Rundfunk eine Dokumentation mit dem Thema "Jetzt mal ehrlich - Jugend an die Macht!?" . In dieser Dokumentation wird auch über die Kampagne "Wir wollen wählen!" berichtet. Sie können in der Mediathek des BR den kompletten Beitrag online anschauen.

Die SRzG schlägt ein "Wahlrecht ohne Altersgrenze mit Eintragung vor", um allen Bürgern, die vom Wahlrecht Gebrauch machen wollen, das Wahlrecht zu ermöglichen. Das Positionspapier der SRzG finden Sie hier.

better place spendenbutton Sollte die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zugelassen werden, müssten auch wissenschaftliche Gutachten erstellt sowie die anfallenden anwaltlichen Kosten getragen werden. Bisher sind neben der Arbeitszeit der Organisatoren vor allem Sachkosten angefallen. Diese Kosten (für Pressekonferenz in Berlin etc.) belaufen sich auf rund 1.500 Euro. Wir möchten Sie daher herzlich bitten, unsere Kampagne auch finanziell zu unterstützen. Dazu haben wir einen Spendenaufruf bei Better Place gestartet. Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich!
 
Mangelndes Engagement junger Menschen
SRzG fordert größeres politisches Engagement junger Menschen

martin_botschafterSRzG-Botschafter Martin Speer kritisiert die junge Generation und fordert die jungen Menschen zu mehr politischem Engagement auf. Mit ihrem mangelnden Engagement schadet sich die junge Generation vor allem selbst.

In einer alternden Gesellschaft wie der Deutschen ist die junge Generation von einer politischen Machtverschiebung besonders betroffen. Die Passivität der jungen Menschen verstärkt diesen Trend zusätzlich.

Um politisch engagiert zu sein, reicht die Aktivität im Internet nicht aus. Das Liken von Beiträgen und das Unterzeichnen von Online-Petitionen bleiben oft ohne Folgen. Vielmehr müssen die jungen Menschen sich verstärkt in Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Thinktanks, Unternehmen, Schulen und Universitäten engagieren. Die Spielregeln können nur geändert werden, wenn die jungen Menschen mitmachen.

Die vollständige Pressemitteilung der SRzG finden Sie hier.
Den Appell von Martin Speer auf Spiegel Online finden Sie hier.

 
SRzG erhält Auszeichnung
SRzG mit "Our Task Global Thinking Award" ausgezeichnet

ourtaskDie SRzG wurde mit dem "Our Task Global Thinking Award" der amerikanischen Organisation "Our Task" ausgezeichnet. Auf der Earth 2100-Konferenz , welche am 26. und 27. Juli 2014 an der George Mason Universität, Virginia, USA abgehalten wurde, wurde die SRzG und ihre Arbeit in einem feierlichen Rahmen gewürdigt. Dr. Bruce Auerbach, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der SRzG, empfing den Preis im Namen der SRzG. Er war beeindruckt vom Enthusiasmus von Our Task, einer jungen Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, junge Menschen für eine nachhaltige Beziehung zwischen Erde und Mensch zu begeistern.

Weitere Informationen zu Our Task und der Konferenz finden Sie hier.

Ein Video der Preisübergabe finden sie hier.
 
Stellungnahme zum passiven Wahlalter
Stellungnahme für den Landtag Schleswig Holstein

landeswappen_schleswig-holsteinAuf Gesuch des Landtages von Schleswig Holstein, verfasste die SRzG eine Kurzstellungnahme zur passiven Altersgrenze beim Wahlalter. Die SRzG hält ein Mindestalter von 21 Jahren für zu hoch und schlägt vor, dass das passive Wahlrecht an keine formale Altersbeschränkung oder an die Geschäftsfähigkeit geknüpft werden. Die vollständige Kurzstellungnahme können Sie hier nachlesen.

Zum Hintergrund: Der Entwurf eines Gesetzes zur Aufhebung der Altersbegrenzung für Bürgermeister und Landräte (Drucksache 18/1550), eingebracht von der Fraktion der FDP im Landtag Schleswig-Holstein, will das Höchstalter für die Wählbarkeit zum Bürgermeister oder Landrat vollständig aufheben sowie das Mindestalter von 27 Jahren auf 21 Jahre senken.
 
Stellungnahme zum Rentenpaket
SRzG kritisiert das Rentenpaket der Bundesregierung und startet Petition

rentenpaketMit dem Rentenpaket hat das erste große Gesetzesvorhaben der neuen Bundesregierung den Bundestag erreicht. Die beiden wichtigsten und teuersten Vorhaben sind die "Rente mit 63" sowie die "Mütterrente".

Die SRzG kritisiert die Rentenvorhaben der Bundesregierung in ihrer Kurzstellungnahme als nicht generationengerecht. Allein die Kosten bis 2030 dürften sich auf 160 bis 233 Mrd. Euro belaufen. Kosten, welche von der jungen Generation zu tragen sind.

Zusammen mit dem Verband "Die Jungen Unternehmer", hat die SRzG eine Online-Petition gestartet. Wir fordern mit dieser Petition von der Führung der Großen Koalition die Einberufung eines Gipfels für die junge Generation. Dieses Treffen muss stattfinden, bevor das Rentenpaket verabschiedet wird. Wir appellieren an alle, die für Generationengerechtigkeit eintreten, unsere Forderung nach einem Gipfeltreffen zu unterstützen.

Den gemeinsamen Brief der SRzG und dem Verband Die Jungen Unternehmer finden Sie hier.
 
Legislativ-Preis
Preisverleihung des Legislativ-Preises am 8. April 2014 in Berlin

lege_bundestagAm 8. April 2014 ab 18:00 Uhr verlieh die SRzG den Legislativ-Preis für generationengerechte Gesetze in den Räumlichkeiten der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin. Durch die Kooperation mit der Hochschule war die Preisverleihung in den Plenumstrialog zur Energiewende eingebettet. Das durch den 17. Bundestag beschlossene Atomausstiegsgesetz wurde von einer hochrangigen Jury zum Sieger gekürt und wurde mit dem Legislativ-Preis ausgezeichnet.

Der Legislativ-Preis wurde stellvertretend von vier jungen Bundestagsabgeordneten der Fraktionen in Empfang genommen. Als Repräsentanten der jungen Generation sind diese angehalten, sich auch im neuen Bundestag für eine generationengerechte Politik einzusetzen.

Einen Bericht zur Preisverleihung finden Sie hier und beim Tagesspiegel.
 
Stellungnahme zu Generationenbilanzen

Stellungnahme für den Landtag Schleswig Holstein

20130522_sh_kleinDer Finanzausschuss des Landtags von Schleswig-Holstein berät aktuell über eine mögliche Einführung von Generationenbilanzen (Drucksache 18/1048). Im Rahmen dieser Beratung wurde die SRzG gebeten, eine Stellungnahme zu diesem Thema zu veröffentlichen und konkret neun Fragen zu beantworten. Die vollständige Stellungnahme der SRzG, sowie die Beantwortung der gestellten Fragen finden Sie unter folgendem Link: Generationenbilanzen

 
Kurzanalyse der SRzG
SRzG analysiert den Koalitionsvertrag der Großen Koalition

srzgDer Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD bildet die Grundlage der Großen Koalition für die aktuelle Legislaturperiode. Die SRzG hat eine Kurzanalyse des Koalitionsvertrages aus Sicht der Generationengerechtigkeit erstellt.

In der Kurzanalyse nimmt die SRzG Stellung zu den Punkten Institutionelle Reformen, Umwelt, Rente, Staatsfinanzen und Arbeitsmarkt. Neben einer Bewertung der geplanten Vorhaben formuliert die SRzG auch eigene Forderungen für mehr Generationengerechtigkeit in Deutschland.

Insgesamt ist der Koalitionsvertrag als nicht generationengerecht zu bewerten, da er die kommenden Generationen einseitig belastet und auch keine Antworten auf akute Probleme gibt. Die Große Koalition verpasst es, richtige Weichen für die Zukunft zu stellen.

Die aktuelle Pressemitteilung der SRzG zum Koalitionsvertrag finden Sie hier.
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 23 von 36