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Tagung 2007 PDF Drucken E-Mail

Tagung: Wege zu mehr Kindern in Deutschland – Verantwortung für Unternehmen, Staat und Gesellschaft

Die Bevölkerung in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten älter werden und schrumpfen. Dieser demografische Wandel ist nicht mehr aufzuhalten. Daher ist die Wissenschaft aufgerufen, Chancen und Risiken dieser Entwicklung zu benennen und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Handlungsoptionen aufzuzeigen. Eine Anpassung an den Wandel kann jedoch nicht die einzige Strategie sein. Die Spirale von Alterung und Schrumpfung wird sich immer weiter verstärken, wenn ihrer Ursache, dem Geburtenrückgang, zu wenig entgegengesetzt wird. Am 9. November veranstaltete das idz daher in der Landesvertretung des Freistaats Sachsen beim Bund, Brüderstraße 11-12, 10178 Berlin ein eintägiges Symposium zum Thema „Wege zu mehr Kindern“. Um den Forschungsrückstand außerdem zu verringern, schrieb das SRzG-Institut idz den Demografie-Preis zum Thema „Wege zu mehr Kindern in Deutschland unter den Rahmenbedingungen einer liberalen Gesellschaftsordnung“ aus.

Die in Deutschland betriebene Bevölkerungswissenschaft hat – auch aus historischen Gründen – in den letzten 60 Jahren die Determinanten der Fertilität weniger untersucht als die anderen Komponenten der Bevölkerungsgrundgleichung. Dieses Forschungsdefizit ist besonders spürbar im internationalen Vergleich. Durch verstärkte Forschungsanstrengungen im Bereich Fertilität hierzulande, könnte über die üblichen Transmissionsriemen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auch der Wissensstand von Publizisten und der Allgemeinbevölkerung verbessert werden. Die öffentliche Diskussion ist bisher noch durch Hysterie auf der einen und Gleichgültigkeit auf der anderen Seite gekennzeichnet. 

 Lesen Sie den Bericht zum Symposium und der Preisverleihung im Folgenden:

 Inzwischen hat die SRzG schon zum vierten Mal einen ihrer Preise verliehen, aber eine so schöne und runde Preisverleihung wie am 9.11.07 in der Sächsischen Vertretung in Berlin gab es noch nie. Dazu trug zunächst die hohe Zahl von Gästen bei. Die SRzG hatte nach 120 Anmeldungen keine weiteren Teilnehmer mehr zulassen können. Wegen des sehr regnerischen Wetters waren dann zwar doch einige zu Hause geblieben, aber dennoch war die Zahl der Zuschauer viel höher als bei früheren Preisverleihungen. Grund dafür war eine Kooperation mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und dem Inforadio Berlin, welches auch Teile der Veranstaltung im Radio übertrug (nachzuhören unter: http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/843/215843_article.shtml ).

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Prof. Dr. Reiner H. Dinkel während seines Vortrages über demografische Forschung in Deutschland
Zunächst eröffnete Michael Sagurna, neuberufener Chef der sächsischen Staatskanzlei, die Feier mit einer amüsanten Begrüßungsrede, die Sie hier nachlesen können. Er wies darauf hin, dass Sachsen das Laboratorium Deutschlands in Sachen demografischer Wandel sei, da Sachsen heute durchmache, was anderen Ländern in der Zukunft noch bevorstehe. Im Anschluss hielt Prof. Dr. Reiner H. Dinkel, Lehrstuhl für Demographie und Ökonometrie, Universität Rostock, eine Grundsatzrede über demografische Forschung in Deutschland, besonders solcher zu Fertilität. Nach einem leichten Mittagessen hielt Prof. Dr. Ralf Ulrich, Institut für Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung, Universität Bielefeld, die Laudatio auf die Preisträger, die anschliessend ihre Arbeiten jeweils kurz vorstellten.  Den 1. Preis, dotiert mit 4000 Euro, gewannen Franziska Höring,  Jan Lemanski,  Stephan Schütze, Christoph Sperfeldt mit ihrer Gemeinschaftsarbeit >Changing minds and politics - Plädoyer für eine nachhaltige Familienpolitik<. Den 2. Preis, dotiert mit 2500 Euro, erhielt Wolfgang Gründiger für die Arbeit >Mehr Kinder wagen! - Plädoyer für eine aktive Geburtenpolitik in Deutschland als Beitrag zur demografischen Zukunftsfähigkeit<. Die beiden Beiträge von Inés Brock >Geschwisterlosigkeit und Wie der Mut zur Mehrkindfamilie geweckt werden kann< sowie Annelene Wengler und Anne-Kristin Kuhnt >Kinder, Kinder, Kinder – Ist eine Steigerung der Kinderzahl in Deutschland überhaupt möglich?< wurden mit dem 3. Preis, dotiert mit 1500 Euro, ausgezeichnet. Einen Sonderpreis von 500 Euro erhielt Susanne Mey mit ihrem Beitrag „Die Krise als Chance zur Veränderung“. Insgesamt hatten sich 15 Nachwuchswissenschaftler mit Einsendungen am Wettbewerb beteiligt, 61 hatten die Unterlagen angefordert. Der Preis wurde von der Stiftung Apfelbaum – Lernprojekt für Ko-Evolution und Integration angeregt, die auch das Preisgeld finanziert.

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Teilnehmer Podiumsdiskussion (V. l. H. Michel, H. Schneider, M. Ristau-Winkler, Moderator A. Eichhorn, M. Wölk)

Im Anschluss an die Preisverleihung fand dann die bereits oben erwähnte Kooperationsveranstaltung, eine Podiumsdiskussion, mit dem IZT und dem Inforadio BerlinBrandenburg statt, die folgende Diskutanten umfasste:

- Frau Michaela Wölk (IZT) Berlin

-    Prof. Dr. Dr. Helmut Schneider, Forschungszentrum familienbewusste Personalpolitik,Universität Münster/ Steinbeis-Hochschule Berlin

-    Dr. Harald Michel, Institut für Demografie, Berlin

-    Malte Ristau-Winkler, Leiter der Abteilung 2 „Familie, Wohlfahrtspflege, Bürgerschaftliches Engagement“ des  BMFSFJ

Der Eintritt zum Symposium war kostenlos.

Insgesamt war es ein gelungener Start für das idz, das hier erstmals an die Öffentlichkeit trat und gleich in der Demografie-Szene einen hohen Bekanntheitsgrad erreichte.

Die ersten Pressestimmen des "Infomationsdienstes Wissenschaft" zu der Preisverleihung des 1. Demografie-Preises für Nachwuchswissenschaftler können Sie unter dem folgenden Link nachlesen:
http://idw-online.de/pages/de/news235026 .

Weitere Informationen zum Symposium finden Sie auf unserem Flyer. Für weitere Informationen zu der Podiumsdiskussion, die im Rahmen des Symposiums stattfand, hier die Möglichkeit die Einladung unseres Kooperationspartners, IZT, zu den Berliner Zukunftsgesprächen runterzuladen.