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Der wissenschaftliche Beirat vereint Wissenschaftler aus den Bereichen Ökologie, Politik, Wirtschaft und Ethik, welche den Vorstand und die Stiftungsmitglieder bei Ihren Aktionen beraten. Wenn die Mitglieder etwa eine Unterschriftensammlung zum Thema "Nachhaltigkeit" planen, so werden Sie sich zunächst mit dem Beirat beraten, um diese Aktion nach bestmöglicher Überlegung durchzuführen. Die Beiratsmitglieder werden regelmäßig über den Fortgang der Aktivitäten informiert und zu allen Sitzungen des Vorstands miteingeladen.
Zum Wissenschaftlichen Beirat zählen u.a. (in alphabetischer Reihenfolge):
Prof. Dr. Hans C. Binswanger
Prof. Dr. Dieter Birnbacher
Prof. Dr. Luc Bovens
Prof. Dr. Louis Chauvel
Prof. Dr. Hans-Peter Dürr
Dr. Reinald Eichholz
Prof. Dr. Alfred Grosser
Prof. Dr. Peter Grottian
Dr. Hildegard Hamm-Brücher
Prof. Dr. Wolfgang Glatzer
Dr. Uwe Jean Heuser
Prof. Dr. Vittorio Hösle
Prof. Dr. Dr. Koslowski
Prof. Dr. Hartmut Kreikebaum
Dr. Annette Lepenies
Prof. Dr. Meinhard Miegel
Uwe Möller
Prof. Dr. Hubertus Müller-Groeling
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Prof. Dr. Claus Offe
Prof. Dr. Konrad Ott
Prof. Dr. Andrei Plesu
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Dr. Wolfgang Reinicke
Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Prof. Dr. Wolfgang Seiler
Prof. Dr. Udo Simonis
Prof. Dr. Werner Weidenfeld
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger
Professor im ‹Institut für Wirtschaft und Ökologie› an der Universität St. Gallen. Von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1994 war Binswanger Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Unter seiner Ägide fand die bisher wohl einzige Doktorarbeit über Rudolf Steiners ökonomische Schriften statt: Georg von Canals ‹Geisteswissenschaft und Ökonomie›. Noch bevor im Jahr 1970 die Untersuchungen des ‹Club of Rome› über ‹Die Grenzen des Wachstums› bekannt wurden, wandte sich Binswanger der ökologischen Frage zu. Mit seiner Schrift ‹Geld und Magie – Deutung und Kritik der modernen Wirtschaft anhand von Goethes Faust›, die Mephistos Geldschöpfung als Fortsetzung der Alchemie mit anderen Mitteln deutet, erschloß er eine wenig bekannte Seite Goethes.
Prof. Dr. Dieter Birnbacher
Geb. 1946 in Dortmund. Schulzeit in Düsseldorf. Studium der Philosophie, der Anglistik und der Allgemeinen Sprachwissenschaft in Düsseldorf, Cambridge und Hamburg. B. A. (Cambridge) 1969, Promotion (Hamburg) 1973, Habilitation (Essen) 1988. Tätigkeit als Wiss. Assistent an der Pädagogischen Hochschule Hannover und als Akademischer Rat an der Universität Gesamthochschule Essen. Von 1974 bis 1985 Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Umwelt Gesellschaft Energie an der Universität Essen (Leitung: Klaus Michael Meyer? Abich).Von 1993 bis 1996 Professor für Philosophie an der Universität Dortmund, ab 1996 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
1. Vizepräsident der Schopenhauer-Gesellschaft e. V., Frankfurt/M. Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer. Mitglied der Zentralen Kommission Somatische Gentherapie der Bundesärztekammer. Mitglied der Schriftleitung der Zeitschrift "Ethik in der Medizin". Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Hauptarbeitsgebiete:
Ethik, Angewandte Ethik, Anthropologie
Veröffentlichungen:
Als Autor u.a.:
Die Logik der Kriterien. Analysen zur Spätphilosophie Wittgensteins. Hamburg 1974
Verantwortung für zukünftige Generationen. Stuttgart 1988 (frz. 1994, poln. 1999)
Tun und Unterlassen. Stuttgart 1995
Als Herausgeber und Mitherausgeber u.a.:
Texte zur Ethik. München 1976. 11. Aufl. 2000.
Schopenhauer in der Philosophie der Gegenwart. Würzburg 1996 (Beiträge zur Philosophie Schopenhauers, 1).
Bioethik als Tabu? Toleranz und ihre Grenzen. Münster 2000.
Prof. Dr. Luc Bovens
Professor Luc Bovens erhielt 1990 seinen PhD. in Philosophie von der University of Minnesota in Minneapolis. Von 1990 bis 2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Colorado in Boulder. Er leitete von 2002 bis 2005 die Forschungsgruppe Philosophy, Policy and Modelling an der Universität Konstanz. Die Forschungsarbeit wurde von der Humboldt Stiftung durch ein Sofja Kovalevskaja Stipendium unterstütz. Im Moment arbeitet er am Fachbereich für Philosophie, Logik und Methodik an der London School of Economics and Political Science. Dort koordiniert er das Masterprogramm Philosophy and Public Policy, und ist einer der Herausgeber der Zeitschrift Economics and Philosophy.
Prof. Dr. Louis Chauvel
1967 geboren, studierte an der Ecole Nationale de la Statistique et de l’Administration Economique und erlangte 1990 den Master. 1997 promovierte er mit Auszeichnung zum Doktor der Sozialwissenschaften an der Universität Lille. 2003 habilitierte er am Institut d’Etudes Politiques de Paris, wo er nunmehr Professor ist. Seine Spezialgebiete sind die Analyse von Sozialstrukturen und die Veränderungen zwischen Generationen. Seit 2003 ist Prof. Dr. Chauvel Mitglied im „International Social Survey Program (ISSP). Außerdem ist er verantwortlich für das Forschungsnetzwerk „classes, inégalités, fragmentations“ der Association française de Sociologie (AFS). Seit 2005 ist Prof. Dr. Chauvel Generalsekretär der European Sociological Association sowie Mitglied des Exekutivkommitees der International Sociological association (ISA).
Prof. Dr. Hans-Peter Dürr
(*1929 in Stuttgart) Er promovierte nach dem Studium der Physik in Stuttgart (Dipl.-Phys. 1953) an der Universit of California in Berkeley bei Edward Teller (Ph.D. 1956), habilitierte sich 1962 an der Universität München. Anschliesend folgten Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Werner Heisenberg 1958-1976, als Gastprofessor in Berkeley, Kalifornien und Madras, Indien (1962), Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik (1963), als Apl. Professor an der Universität München (1969). Er war Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik (1978-1980) und des Werner-Heisenberg-Instituts für Physik (1971, 1978-1980, 1987-1992), stellvertretender geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik (Werner-Heisenberg-Institut) (1972-1977, 1981-1986, 1993-1995)Emeritierung 1997.
Dr. Reinald Eichholz
Dr. Reinald Eichholz (*1939) studierte zunächst Rechts- und Staatswissenschaften. Danach war Herr Dr. Eichholz von 1968 bis 1971 Richter am Amts- und Landgericht. Von 1971 bis 1989 war er Leiter der Koordinierungsstelle für Fragen der Familienpolitik der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und von 1998 bis 2002 schließlich deren Kinderbeauftragter.
Dr. Eichholz ist unter Anderem Mitglied im Deutschen Komitee für Unicef, Mitglied der Koordinierungsgruppe der National Coalition für die Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland, Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Kinderhilfswerks, Mitglied im Verwaltungsrat der Kindernothilfe, Duisburg, Mitglied des Kuratoriums der Zukunftsstiftung Bildung der Gemeinnützigen Treuhandstelle Bochum und Mitglied des Vorstandes der Yehudi-Menuhin-Stiftung Deutschland.
Er ist verheiratet und Vater fünf erwachsener Kinder.
Prof. Dr. Alfred Grosser
wurde 1925 in Frankfurt am Main geboren. 1933 floh die Familie vor den Nationalsozialisten. 1937 wurde Grosser französischer Staatsbürger. Dr. phil., Prof. emeritus am Pariser Institut für politische Wissenschaften. Er ist ständiger Leitartikler verschiedener französischer Zeitungen. 1975 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels als "Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente".
Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache: Mein Deutschland (Hoffmann & Campe, 1993), Was ich denke (Goldmann, 1995), Deutschland in Europa (Beltz Quadriga, 1988)
Prof. Dr. Peter Grottian
(* 27. Mai 1942 in Wuppertal) ist ein politisch linksgerichteter deutscher Hochschullehrer. Der Sozialwissenschaftler ist seit 1979 Professor für Politikwissenschaft am OttoSuhrInstitut der Freien Universität Berlin.
Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer, der er seit 1985 aus politischer Überzeugung in Teilzeit nachgeht, engagiert Grottian sich ehrenamtlich in diversen politischen Initiativen. Dazu zählen unter anderem das Komitee für Grundrechte und Demokratie und die Initiative Berliner Bankenskandal, als einer deren prominentester Vertreter er gilt.
Dr. Hildegard Hamm-Brücher
1939 Beginn des Chemiestudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Angehörige des weiteren Widerstandskreis um die "Weiße Rose" der Geschwister Scholl, Arbeit im selben Labor wie der Student Leipelt (1943 nach der Münchner Flugblattaktion von den Nazis hingerichtet). 1945 Promotion in organischer Chemie beim Nobelpreisträger Heinrich Wieland 1945 bis 1948 wissenschaftliche Redakteurin bei der "Neuen Zeitung" in München, Beschäftigung mit deutschen Schul- und Hochschulfragen. Seit Mai 1948 FDP-Mitglied. 1949 Mitbegründerin der Zeitschrift "Lebendige Erziehung". September 1949 bis Mai 1950 Studium an der Havard University mit einem Stipendium. 1948 bis 1954 FDP-Stadträtin in München. 1950 bis 1966 Mitglied des Bayerischen Landtags. 1963 bis 1976 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP. 1963 Veröffentlichung einer Denkschrift über die nach ihrer Meinung überholten deutschen Schulbücher. 1966 bis1969 Staatssekretärin im Hessischen Kultusministerium. 1969 bis 1972 Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft. Mai 1972 Rücktritt vom Bonner Staatssekretärinnenposten. 1972 bis 1976 Fraktionsvorsitzende der FDP im Bayerischen Landtag. 1972 bis 1976 Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP.1972 Hauptinitiatorin des erfolgreichen Volksbegehrens "Rundfunkfreiheit in Bayern".Ende 1976 parlamentarische Staatssektretärin mit dem Titel "Staatsminister" im Auswärtigen Amt. 1981 Ernennung zur Koordinatorin für die deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen. Im September 1989 erklärte Hamm-Brücher ihr Ausscheiden aus der aktiven Politik zum 1. Januar 1991, September 1990 Abschiedsrede im Bundestag bei der Abstimmung über den deutschen Einigungsvertrag.15. Oktober 1993 Nominierung zur Bundespräsidentschafts-kandidatin der FDP, die Wahl am 23. Mai 1994 gewann jedoch Roman Herzog. Auszeichnungen: 1966 Wolfgang-Döring-Medaille 1981 "München leuchtet" in Gold 1982 Ehrendoktorwürde der Universität Lima 1984 Wilhelm-Leuschner-Staatsmedaille 1989 Bayerische Verfassungsmedaille in Gold 1991 Goldene Ehrenbürgermedaille der Stadt München (Hildgard Hamm-Brücher war die erste und bisher einzige Frau, die diese Medaille erhalten hat)1992 Buber-Rosenzweig-Medaille 1993 Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband.
Prof. Dr. Wolfgang Glatzer
wurde am 15.9.1944 in Hohenborau/Krs. Glogau/Schlesien geboren. Von 1966 bis 1972 studierte er Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Sozialpolitik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. 1972 erhielt er das Diplom in Soziologie an der Universität Frankfurt. 1972-1978: War er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DFG-Forschergruppe “Sozialpolitisches Entscheidungs- und Indikatorensystem für die Bundesrepublik Deutschland“ in Frankfurt am Main. Im Jahr 1978 promovierte er zum Dr. Phil. an der Universität Mannheim. 1979 bis 1984 war er Bereichsleiter im Sonderforschungsbereich 3 “Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik“ in Mannheim. 1982 hielt er sich zu Forschungszwecken an der Stanford University in Kalifornien auf. Seit dem 1.10.1984 ist er Professor für Soziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Schwerpunkte:
sozialstruktureller und kultureller Wandel; Lebensqualität, Haushaltsproduktion und Haushaltstechnisierung
Dr. Uwe Jean Heuser
Herausgeber der ZEIT seit 1992. Von 1982 bis 1988 studierte Heuser Wirtschaft und Politik an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. In dieser Zeit studierte er mit Hilfe eines DAAD-stipendiums auch an der Universität von Californien in Berkeley. Ab 1989 arbeitete er in der Industrieberatung bei McKinsey & Co und ab 1990 an verschiedenen Forschungsprojekten für die Bayerische Vereinsbank in Paris. Als ein McCloy Scholar erhielt er einen Master of Public Administration an der Harvard Universität in Cambridge, Mass.1992 promovierte er an der Albertus-Magnus-Universität in Köln. 1995 war er Visiting Professor am Department of Communications der New York University. Dr. Uwe Jean Heuser ist Autor zeilreicher Bücher u.a. Tausend Welten - Die Auflösung der Gesellschaft im digitalen Zeitalter, Berlin Verlag, Berlin, 1996. Das Unbehagen im Kapitalismus - Die neue Wirtschaft und ihre Folgen, Berlin Verlag, Berlin, 2000.
Prof. Dr. Vittorio Hösle
1977 legte er das Abitur ab (die neunte und elfte Klasse übersprang er) und begann, gefördert von der Bayerischen Begabtenförderung und der Studienstiftung des deutschen Volkes, im WS 1977/78 das Studium der Philosophie, Allgemeinen Wissenschaftsgeschichte und Klassischen Philologie an der Universität Regensburg. Vom WS 1978/79 bis zum WS 1979/80 und vom SS 1981 bis zum WS 1981/82 studierte Vittorio Hösle in Tübingen (wo er das Studium der Indologie begann), das SS 1980 in Bochum, das WS 1980/81 in Freiburg i.Br. Im Juni 1986 wurde er Privatdozent für das Fach Philosophie an der Universität Tübingen. Von September bis Dezember 1986 lehrte er als Visiting Assistant Professor an der New School for Social Research in New York. Das WS 1989/90 verbrachte Herr Vittorio Hösle als Gastprofessor für Philosophie an der Universität Ulm. Seit 1989 hält er Seminare für Führungskräfte aus der Wirtschaft.
Prof. Dr. Peter Koslowski
Herr Peter Koslowski ist Professor für Philosophie, speziell für Philosophie von Mangement und Organisation und von moderner Philosophie an der Vrije Universität in Amsterdam (Freie Universität Amsterdam) in den Niederlanden. hat er hat an den Universitäten Tübingen und München sowie an der Virginia Tech. studiert. Er hat 1979 seinen Doktor in Philosophie gemacht und wurde 1980 zum Dipl.Volkswirt. (Beides in den Universitäten in München). 1985-87 war er Professor und Direktor im Institut für ein fundamentals Studium in der Universität von Witten/Herdecke.
Prof. Dr. Hartmut Kreikebaum
Leiter des Instituts für Internationale Unternehmensführung ist Prof. Dr. Hartmut Kreikebaum, Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Management II an der EUROPEAN BUSINESS SCHOOL. Seine Forschungsschwerpunkte sind Internationales Management, Strategisches Management und Unternehmensethik. Er ist ferner in beratender Funktion für Industrieunternehmen sowie in der Aus- und Weiterbildung von internationalen Führungskräften tätig.
Dr. Annette Lepenies
Dr. Annette Lepenies, Dipl.-Psych., ist Lehrerin und Psychotherapeutin und hat Wissenschaftsausstellungen kuratiert, wie z.B. "Alt & Jung. Das Abenteuer der Generationen" und viele Intergenerationen-Projekte gegründet und gefördert. Sie arbeitet ehrenamtlich in unterschiedlichen Funktionen, um die Situation der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, nämlich die bildungsarmer, sozial schwacher Kinder und ihrer Eltern, zu verbessern. Dazu gehört die Gründung und Verbreitung der Early Excellence-Centres in Deutschland. Sie ist u. a. Mitglied im Kuratorium der Heinz und Heide Dürr-Stiftung, im Kuratorium für JeKi (Jedem Kind ein Instrument) der Kulturstiftung des Bundes und in der Zukunftskommission 2025 für NRW.
Prof. Dr. Meinhard Miegel
Meinhard Miegel wurde im Jahre 1939 in Wien geboren, studierte Philosophie, Soziologie und Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau sowie Washington und promovierte 1969 im Fach Rechtswissenschaften. Nach einer vierjährigen Tätigkeit als Syndikusanwalt bei der Firma Henkel wurde er Mitarbeiter des damaligen Generalsekretärs der CDU Kurt Biedenkopf und war ab 1975 Leiter der Hauptabteilung Politik, Information und Dokumentation der Bundesgeschäftsstelle der CDU. Noch bis Juni diesen Jahres steht Miegel dem 1977 durch ihn und Kurt Biedenkopf gegründeten Think Tank "Institut für Wirtschaft und Gesellschaft" (IWG BONN) vor, bevor dieser zeitgleich aufgelöst wird. Seit Ende 2006 ist Miegel Vorstandsvorsitzender der neuen "Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung", deren Aufgabe es ist, an der Entwicklung und Verbreitung einer verallgemeinerungs- und zukunftsfähigen Kultur in der westlichen Welt mitzuwirken.
Uwe Möller
(* 1935 in Hamburg) ist ein deutscher Ökonom.Er studierte dort von 1955 bis 1959 Volkswirtschaftslehre und trat 1960 in das Internationale Institut für Politik und Wirtschaft HAUS RISSEN ein. Von 1983 bis 1998 war er dessen Direktor. Er ist Mitglied im Club of Rome, seit 1999 dessen Generalsekretär mit Sitz in Hamburg. 1992-1998 war er zudem Vorsitzender der Deutschen Sektion des Club of Rome. Möller war u.a. Vorsitzender der Akademie für Politik, Wirtschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin) und ist stellvertretender Vorsitzender des Beratungsausschusses der Edmund Siemers-Stiftung (Hamburg). Zudem ist er Vorsitzender des Beratungsausschusses ECS (Hamburg) und Mitglied in diversen weiteren Gremien.
Prof. Dr. Hubertus Müller-Groeling
ist in Ostpreußen geboren und aufgewachsen (1929-45). Nach dem Abitur, einer Lehre als Industriekaufmann in Bremen und einem Studium der Wirtschaftswissenschaft in Heidelberg war er Universitätsassistent an den Instituten für Sozial- und Wirtschaftspolitik in Saarbrücken und für theoretische Volkswirtschaftslehre in Kiel. Seit 1970 arbeitete er am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, zunächst als Leiter einer Forschungsgruppe, später als Abteilungsleiter und Schriftleiter der Zeitschrift "Weltwirtschaftliches Archiv" und der "Kieler Studien", schließlich als Vizepräsident des Instituts. Seit 1995 befindet er sich im Ruhestand.
Hubertus Müller-Groeling ist Mitglied des Stiftungsvorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung, Vorsitzender des Auswahlausschusses der Begabtenförderung der Stiftung, Vorsitzender des Beirats der Herbert Giersch Stiftung und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generation.
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Julian Nida-Rümelin, geboren am 28. November 1954, entstammt einer Münchner Künstlerfamilie. Er studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft, wurde in Philosophie bei dem Wissenschaftstheoretiker Wolfgang Stegmüller promoviert, war dann wissenschaftlicher Assistent in München und habilitierte sich dort 1989 an der philosophischen Fakultät. Nach einer Gastprofessur in den USA übernahm Nida-Rümelin zunächst (1991-1993) einen Lehrstuhl für Ethik in den BioWissenschaften an der Universität Tübingen und dann (1993-2003) einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Göttingen. Zum Sommersemester 2004 wechselte er auf einen Lehrstuhl für politische Theorie und Philosophie an die Ludwig Maximilians Universität München.
In den Jahren 1998 bis 2000 war Nida-Rümelin Kulturreferent der LHS München und in den Jahren 2001 und 2002 als Kulturstaatsminister Mitglied der Bundesregierung.
Prof. Dr. Claus Offe
(*1940) Studium der Soziologie der Soziologie, Volkswirtschaft, Philosophie an der Universität Köln und an der Freien Universität Berlin.1965 Diplom in Soziologie, FU Berlin.
1965-69 Assistent am Soziologischen Seminar (Institut für Sozialforschung), Universität Frankfurt (Lehrstuhl J. Habermas)
1968 Promotion zum Dr. rer. pol. (Dissertation: "Leistungsprinzip und industrielle Arbeit") an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt
1973 Habilitation im Fachbereich Politikwissenschaft, Universität Konstanz (venia für Politikwissenschaft)
1975-88 o. Professor für Politikwissenschaft und Soziologie an der Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
1988-95 Professor für Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Bremen; dort Leiter der Abteilung "Theorie und Verfassung des Wohlfahrtstaates" am Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Universität Bremen
seit 1995 Professor für Politikwissenschaft, Lehrgebiet Politische Soziologie und Sozialpolitk
zahlreiche Forschungsaufenthalte und Fellowships in den USA, den Niederlanden und Australien
ab April 2005 pensioniert.
Professor Dr. phil. Konrad Ott
Jahrgang 1959, Studium der Philosophie vorwiegend in Frankfurt a. M. Promotion 1989 mit einer Arbeit über die Entstehung und Logik der historischen Wissenschaften. 1990 bis 1992 Lehrauftrag an der J.W.GoetheUniversität Frankfurt. 1991 bis 1993 PostDocStipendiat am Graduiertenkolleg des "Zentrums für Ethik in den Wissenschaften" an der EberhardKarlsUniversität Tübingen. 1993 bis 1994 Dozent zur Vertretung des Lehrstuhls "Ethik in den Biologischen Wissenschaften" der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen. 1995 Habilitation an der Universität Leipzig mit einer Arbeit zur Grundlegung einer integrativen Wissenschaftsethik. Von 1994 bis 1998 Mitarbeiter am Forschungsprojekt "Technikfolgenabschätzung und Ethik" am Institut für Sozialethik der Universität Zürich. Seit 1997 Professor für Umweltethik an der ErnstMoritzArndtUniversität Greifswald.
Forschungsschwerpunkte: ethische und umweltethische Grundfragen, Diskursethik, Theorien und Konzepte nachhaltiger Entwicklung, Naturschutzbegründungen, Akzeptanzprobleme des Naturschutzes, Naturschutzgeschichte, Tierethik, ethische Aspekte des Klimawandels, "grüne" Gentechnik, Technikfolgenabschätzung.
Prof. Dr. Andrei Plesu
Er ist geboren am 23. August 1948 in Bukarest, wurde nach seiner Promotion 1980 Dozent an der Akademie der Schönen Künste, 1982 aber aus politischen Gründen entlassen. 1989 wurde er in das Dorf Tescani verbannt, als er sich mit dem oppositionellen Dichter Mircea Dinescu solidarisierte. Nach der Revolution 1989 wurde Plesu Kulturminister, seine Amtszeit endete 1991 mit dem Sturz der Regierung. Er lehrte fortan Religionsphilosophie in Bukarest und übernahm Gastprofessuren in Berkeley und in Berlin, wo er als Fellow im Wissenschaftskolleg forschte. Von 1997 bis 1999 war Andrei Plesu parteiloser Außenminister. In dieser Zeit intensivierte er die Annäherung an den Westen und schuf wichtige Voraussetzungen für die mittlerweile erfolgreichen Beitrittsverhandlungen Rumäniens zur Europäischen Union. Plesu ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Akademien. Für seine politische und literarische Tätigkeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt in Bukarest, ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
ist Professor für Volkswirschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Seine Schwerpunkte liegen auf den Fachgebieten Finanzwissenschaft, Sozialpolitik und Makroökonomie. Im besonderen setzt er sich für die Einführung der sog. Generationenbilanzierung ("general accounting") in Deutschland ein. Dabei handelt es sich um eine in Deutschland und den USA bereits etablierte Form der volkswirtschaftlichen Rechnungslegung.
Dr. Wolfgang Reinicke
Wolfgang Reinicke ist Direktor des Global Public Policy Institute (GPPi) in Berlin/Genf und Managing Director von galaxar s.a. in Genf.
Beruflich ist Wolfgang Reinicke ein Grenzgänger zwischen Wirtschaft, Think Tanks und internationalen Organisationen: Er arbeitete fast ein Jahrzehnt als Senior Scholar bei der Brookings Institution in Washington D. C., wo er 1998 sein Buch Global Public Policy. Governing Without Government? veröffentlichte. Als Senior Economist in der Strategieabteilung der Weltbank (1998-2000) war er an der Neuausrichtung der Weltbank unter dem damaligen Präsidenten Jim Wolfensohn maßgeblich beteiligt. Für den damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan erstellte er 1999 im Rahmen des Global Public Policy Project die Studie Critical Choices. The United Nations, Networks and the Future of Global Governance. 2005 veröffentlichte er Business UNUsual. Facilitating UN Reform Through Partnerships.
Wolfgang Reinicke studierte Internationale Beziehungen und Wirtschaft an der Johns Hopkins University/SAIS und promovierte in Politikwissenschaft an der Yale University.
Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Studierte von 1986 bis 1991 Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Köln und HEC, Paris. Nach dem Abschluß als Diplom-Kaufmann 1991 war er als Berater bei der strategischen Unternehmensberatung Roland Berger&Partner tätig. Von 1992 bis 1997 war er Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wirtschaft und Ökologie der Universität St. Gallen, dort promovierte er 1995 zum Dr. oec. Seit der Habilitation 1998 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie Wissenschaftlicher Koordinator des Studiengangs "Diplom-Ökonom mit ökologischem Schwerpunkt".Von 1997 bis 1999 war er Vorsitzender der VÖW
Prof. Dr. Wolfgang Seiler
Geboren 1940 in Remscheid. Nach dem Studium (Meteorologie und Luftchemie) und der Promotion in Mainz habilitierte er sich 1980 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Neben seiner dortigen Lehrtätigkeit von 1980 bis 1992 leitete er unter anderem von 1986 bis 2001 als Direktor das Frauenhofer-Institut für Atmosphärische Umweltforschung in Garmisch-Patenkirchen und ist seit 2002 Direktor des Instituts für meteorologie und Klimaforschung im Forschungszentrum Karlsruhe. Daneben war er Mitglied zahlreicher Kommission des 11. Deutschen Bundestages "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre" von 1987-1991, des wissenschaftlichen Beirats der Leipziger Messe "Zerratec" von 1992 bis 2002 und ist seit 2000 Mitglied des Sachverständigenkreises für Globale Umweltaspekte (GUA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Prof. Dr. Dr. Udo E. Simonis
Im Jahr 1959 hat Herr Simonis das Externe–Abitur beim Kultusministerium von RheinlandPfalz abgeschlossen. 1959-1963 studierte Wirtschafts und Sozialwissenschaften an den Universitäten Mainz,Wien und Freiburg. Er hatte 1963 das DiplomVolkswirtExamen an der Universität Freiburg abgeschlossen. 1963-1964 war Simonis Wisschaftlicher Redakteur an der Forschungsstelle für Weltzivilisation in Freiburg. In den Jahren 1964-1967 nahm er als Wissenschaflicher Assistent am Seminar für Wirtschaftspolitik in der Universität Kiel teil.1981/82 promoierte er. Er war persönlicher Berater des Präsidenten von Zambia, Dr. Kenneth D. Kaunda von 1967-1969. 1974 wurde er zum Professor für Ökonomie an der Technische Universität Berlin ernannt. 1988 wurde er zum Forschungsprofessor für Umweltpolitik vom Wissenschaftszentrum Berlin ernannt. 1988-1993 war er Mitglied des Committee for Development Planning der Vereinten Nationen.Im Juli 1992 erhielt er einen Ruf auf einen Lehrstuhl an der Universität - Gesamthochschule - Essen, den er auch annahm.Das Wintersemester 1992/93 verbrachte er als Gastprofessor der Abteilung für Umweltnaturwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Im Dezember 1995 war er Humboldt-Professor der Universität Ulm. 2003 hatte er eine Ehrenpromotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Lüneburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind:
Ökologischer Strukturwandel von Wirtschaft und Gesellschaft und Internationale Umweltpolitik (Weltumweltpolitik).
Prof. Dr. Werner Weidenfeld
1966-1971 Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Universität Bonn
1971 Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation über die Englandpolitik Gustav Stresemanns
1975 Habilitation im Fach Politikwissenschaft mit einer Arbeit über die deutsche Europapolitik in der Ära Adenauer
1975-1995 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mainz
1986-1988 Professeur associé an der Sorbonne, Paris
1987-1999 Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit
1994 Ehrendoktor von Middlebury (USA)
Seit 1995 Inhaber der Lehrstuhls für Politische Systeme und Europäische Einigung an der Universität München und Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP)
Tätig in zeilreichen Gremien und Funktionen im In- und Ausland: U.a. Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh); Mitglied im Advisory Board des Europa-Zentrums von RAND (Santa Monica), im International Research Council des "Centers for Strategic and International Studies" (Washington) sowie im Council des "Centers for German and European Studies" der Georgetown Universität (Washington);
Herausgeber der Zeitschrift "Internationale Politik";
Assoziiertes Mitglied des "Club of Rome" .
Veröffentlichungen:
U.a. zahlreiche Publikationen zur Internationalen Politik, zur Deutschen Frage und zur Zeitgeschichte:
Jalta und die Teilung Deutschlands, Andernach 1969
Die junge Generation und die europäische Einigung, Bonn 1989 (zusammen mit Melanie Piepenschneider)
Die doppelte Integration: Europa und das größere Deutschland, Gütersloh 1991
Europa öffnen (Hrsg.), Gütersloh 1997 u.v.m.
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
(* 1939) ist Mitglied des Club of Rome und Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Er promovierte 1969, war von 1972-1975 ordentlicher Professor für Interdisziplinäre Biologie an der Universität Essen.1989 wurde er gemeinsam mit der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Brundtland erster Preisträger des italienischen Premio De Natura; 1996 war er Preisträger der WWF Conservation Medal.Er schrieb unzählige Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften, Konferenzdokumentationen. Autor zahlreicher Bücher, darunter "Erdpolitik: Ökologische Realpolitik an der Schwelle zum Jahrhundert der Umwelt" (Darmstadt 1989)" und "Faktor Vier: Doppelter Wohlstand halbierter Naturverbrauch (München 1995)"
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