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Archiv (nicht begutachtete Ausgaben) PDF Drucken E-Mail

Sämtliche unter dem Namen "Generationengerechtigkeit!" (GG!) herausgebrachten, nicht begutachteten
Ausgaben stehen im pdf-Format zum Download bereit. Über die nachfolgende Liste können Sie auf sie zugreifen.

01 / 2008        02 / 2008        03 / 2008

01 / 2007        02 / 2007        03 / 2007        04 / 2007

01 / 2006        02 / 2006        03 / 2006        04 / 2006

01 / 2005        02 / 2005        03 / 2005       

01 / 2004        02 / 2004        03 / 2004         04 / 2004

01 / 2003        02 / 2003        03 / 2003      

01 / 2002        02 / 2002        03 / 2002

01 / 2001        02 / 2001        03 / 2001        04 / 2001

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03 / 2008 - Junge Generation unter Druck?
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Dieses Heft nimmt die junge Generation aus zwei Perspektiven in den Blick: Zeit- und Geldknappheit. Obwohl die Lebenserwartung kontinuierlich steigt, klagen viele Menschen darüber, immer weniger Zeit zu haben. Dies gilt speziell für die ,rush hour’ des Lebens, also den Lebensabschnitt zwischen den Mittzwanzigern und den späten Dreißigern, in dem Personen beiderlei Geschlechts gleichzeitig die Anforderungen von Beruf/Karriere und Familiengründung bewältigen sollen. In Bezug auf die finanzielle Situation deutet vieles darauf hin, dass die Kohorten, die heute im jungen Erwachsenenalter sind, im Verlauf ihres Berufslebens nicht mehr dieselben Einkommenszuwächse zu erwarten haben wie ihre Vorgängergeneration. Dies hat wiederum Auswirkungen auf ihre reproduktiven Entscheidungen.
Die SRzG richtete zu diesem Themenkomplex ein Symposium vom 4. bis 6. Juli 2008 im WannseeForum in Berlin aus. Die Veranstaltung wurde von der VW Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Haniel Stiftung finanziell sowie von Bionade mit Freigetränken gefördert. Geladen waren sowohl etablierte Lehrstuhlinhaber als auch junge Nachwuchswissenschaftler. Die Beiträge der Tagung sind in dieser Ausgabe dokumentiert.
Den Beginn macht Harald Lothaller (Universität Graz), der in seinem Beitrag einleitend einen kurzen Überblick über das so genannte Phänomen der ,rush hour’ des Lebens gibt. Basierend auf den Daten aus mehreren europäischen Staaten präsentiert er Statistiken über die Zeit, die für verschiedene Aufgaben verwendet wird, und über die Aufteilung dieser Aufgaben bei Doppelverdiener-Paaren mit kleinen Kindern.
Der zweite Hauptartikel, verfasst von Prof. Dr. Ute Klammer (Universität Duisburg-Essen), beschäftigt sich mit der ungesicherten Arbeitsmarkteinbindung der jungen Generation, die gerade während der ‚rush hour’ des Lebens einen großen Einfluss auf die Entscheidung zur Familiengründung hat. Klammer diskutiert auch Ansätze für eine lebenslauforientierte und nachhaltige Sozialpolitik, die den Belastungen entgegensteuern soll.
Dr. Tomáš Sobotka (Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) konzentriert sich in seinem Artikel auf die späte Mutterschaft als einen Weg, um die ‚rush hour’ des Lebens zu entzerren. Er zeigt auf, dass vor allem für höher qualifizierte Frauen das Verschieben der Schwangerschaft auf einen späteren Zeitpunkt zunehmend zur präferierten Option wird. Der Beitrag bespricht deshalb auch die Maßnahmen, die die Politik zur Unterstützung von (späten) Schwangerschaften setzen könnte.
Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello (Universität Bern) beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit den Gründen für den immer späteren Auszug junger Erwachsener aus dem Elternhaus. Zu den Gründen gehören ihrer Meinung nach einerseits längere Ausbildungszeiten und ein erschwerter beruflicher Einsteig, andererseits auch die familialen und sozialen Strukturen des Elternhauses. Der zweite Teil analysiert dann die Einflussfaktoren, die eine verzögerte Familiengründung begünstigen.
Der Artikel von Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld (Universität Bamberg) konzentriert sich auf die Arbeitsmarktsituation von jungen Berufseinsteigern. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass diese Gruppe zu den ‚Verlierern’ der Globalisierung gehört.
Der Beitrag von Prof. Dr. Louis Chauvel (Sciences Po, Paris) dreht sich um die Einkommensverhältnisse verschiedener Kohorten in Frankreich. Im Jahr 1977 verdiente ein Dreißigjähriger im Durchschnitt 15 Prozent weniger als ein Fünfzigjähriger, heute verdient er 40 Prozent weniger. Chauvel analysiert, dass korporatistische Wohlfahrtsstaaten (zu dem auch Deutschland gehört) die institutionalisierten Besitzstände der eingesessenen Arbeitnehmerschaft auch bei zunehmender internationaler Konkurrenz schützten - auf Kosten der Jungen, die dies letztlich finanzieren. Lange war umstritten, ob jüngere Kohorten den erschwerten Berufseinstieg (Praktikaschleifen, Zeitverträge, vermehrte Phasen von Arbeitslosigkeit) in ihren späteren Lebensabschnitten wieder aufholen werden, so dass sich am Ende ihres Lebens ihr Lebenszeiteinkommen nicht mehr von dem früherer Kohorten unterscheidet. Chauvel rechnet nun vor, dass die ‚Narben’ im Lebenslauf keineswegs wieder verheilen.
Der nächste Artikel, verfasst von Prof. Dr. Martin Kohli (European University Institute), hinterfragt, ob es wirklich einen Bruch zwischen den Generationen gibt. Kohli untersucht, ob und wie sich diese mögliche Bruchlinie manifestiert und welche Institutionen als Mediatoren zwischen den einzelnen Generationen wirken.

Der zweite Schwerpunkt dieses Heftes ist die Ungleichbehandlung von Jung und Alt in der Arbeitswelt. Hierzu schrieb die SRzG den Generationengerechtigkeits-Preis 2007/2008 aus, der von der Stiftung Apfelbaum finanziert und auch von ihr angeregt wurde. Preisträger Wolfgang Gründinger stellt heraus, dass es zur Zeit ein gigantisches Jugenddiskriminierungsprogramm im Arbeitsrecht inklusive der Tarifverträge gibt. Völlig anachronistisch sei es, dass Ältere für die gleiche Leistung wie Jüngere in den meisten Betrieben mehr Geld, mehr Urlaub und mehr Sicherheit vor Arbeitsplatzverlust bekommen.
Mit der Altersdiskriminierung im Erwerbsleben beschäftigt sich auch der juristische Beitrag von Preisträger Felipe Temming. Der letzte abgedruckte Preisbeitrag stammt von Andrea Heubach, Sven Osterberg, Andreas Kolbe und Dennis Räther. Sie setzen sich fundiert mit der Frage nach einer gerechten Entlohnung auseinander.


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02 / 2008 - Grundlagen der Generationengerechtigkeit
(pdf) ****************************************************
Normalerweise befasst sich diese Zeitschrift mit spezifischen Problemen intergenerationeller Gerechtigkeit, wie beispielsweise Umweltproblemen oder Staatsschulden, der Benachteiligung der jungen Generation auf dem Arbeitsmarkt etc. Doch hin und wieder ist es notwendig, sich davon zu überzeugen, dass die theoretischen Grundlagen für Generationengerechtigkeit stabil sind – und weiterentwickelt werden. Deshalb hat die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen namhafte Experten aufgefordert, ihre Ansichten darüber darzulegen, was Generationengerechtigkeit heute eigentlich bedeutet.
Im ersten Artikel dieser Ausgabe lädt uns Professor Ernest Partridge, der sich schon 1980 mit Zukunftsverantwortung beschäftigte, zu einem eindrucksvollen Gedankenexperiment ein. Er zeigt auf, dass wir aus heutiger Sicht nie abschließend wissen können, welche Entwicklungen sich in den nächsten Jahrzehnten ergeben werden. Partridge behauptet allerdings, dass es möglich wie auch moralisch erforderlich sei, Normen aufzustellen, die einen gerechten Umgang mit allen nachfolgenden Generationen festlegen. Er widerlegt Argumente, die uns von jeglicher Verantwortung für nachfolgende Generationen freisprechen wollen.
Edward Page, Professor für Politische Theorie an der Universität Warwick (Großbritannien) und Autor des zweiten Artikels, fasst die Hauptprobleme der Generationengerechtigkeit (GG) wie folgt zusammen: GG bezieht sich auch auf die Anforderung an zukünftiges Dasein: Welches Wohlstandsniveau können wir zukünftig erwarten? Nach welchem Prinzip werden Lasten und Nutzen verteilt? In seinem Artikel wertet Page drei Probleme für Theorien der GG aus: Unsicherheit, den Grundsatz der Gegenseitigkeit und die Theorie der Nicht-Identität. Er kommt zu dem Schluss, dass jedes dieser Probleme bewältigt werden kann, ohne dass die zentralen Ziele eines liberalen Egalitarismus dafür aufgegeben werden müssen.
Im dritten Hauptartikel begründet Clark Wolf, Professor der Philosophie an der Universität von Iowa, warum viele unserer Verbindlichkeiten für zukünftige Generationen in Bezug auf die Vorteile und Lasten, die wir zwischen den Generationen austauschen, verstanden werden müssen. Nach Wolf können wir uns Umweltverbindlichkeiten genau so vorstellen wie finanzielle Verbindlichkeiten. Diese Metapher sei hilfreich, unsere wichtigsten Pflichten im Zusammenhang mit Generationengerechtigkeit zu verstehen.
Wie in jeder Ausgabe unserer Zeitschrift, wurden auch diesmal neue und einflussreiche Bücher rezensiert. Die rezensierten Bücher sind „Political Theorie and the Ecological Challenge“ (von Andrew Dobson und Robyn Eckersley) und „Economics for Humans“ (von Julie Nelson). Zudem gibt es eine ausführliche Zusammenfassung von Jörg Tremmels zweiter Doktorarbeit „A Theory of Intergenerational Justice“. Schließlich informieren wir über die derzeitige Arbeit der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG).

Diese Ausgabe ist zum großen Teil die ins Deutsche übertragene Ausgabe des JfGG 01/2008.
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01 / 2008 - Groundwork for Intergenerational Justice
(pdf)
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Usually, issues of the Intergenerational Justice Review address specific problems within the realm of intergenerational justice, such as climate change, financial debt, youth discrimination on the labour market, etc. But from time to time, it is necessary to reassure that the groundworks for intergenerational justice are still intact, and evolving. That is why the editors asked renowned scholars to outline their answers to the question ‚What is intergenerational justice?’
In the first article of this edition, the consulter, writer and lecturer Ernest Partridge invites us to an intriguing thought experiment, pinpointing the uncertainty problem. Subsequently, he dismisses the main arguments against us having responsibilites to future generations. In the rest of his article, Partridge argues that it is both possible and morally required to devise rules of just provisions for all successor generations.
Edward Page, associate professor in political theory at the University of Warwick, GB, and author of the second article, summarizes four main problems of intergenerational justice (IGJ) as follows: IGJ involves the specification of which future entities should receive what level of benefit as calculated in terms of what conception of advantage and specified by which principles of burden sharing. In his article, Page evaluates three arguments for restricting justice to dealings amongst contemporaries: uncertainty, reciprocity and contingency (non-identity). He concludes that each can be overcome without abandoning the central tenets of liberal egalitarianism.
In the third main article, Clark Wolf, associate professor of philosophy at Iowa State University, puts forward the notion that many of our obligations to future generations can be understood in terms of the intergenerational benefits and debts we pass on. Wolf proposes that we can think of environmental debts in the same way as financial debts, and that this will help us to understand our most important obligations of intergenerational justice.
We also review, like in every issue of this journal, new or influential books and inform you about current activities of the Foundation for the Rights of Future Generations (FRFG). The reviewed books are “Political Theory and the Ecological Challenge” (by Andrew Dobson and Robyn Eckersley) and “Economics for Humans” (by Julie Nelson). In addition, there is an extensive summary of Dr. Tremmel’s second PhD thesis, “A Theory of Intergenerational Justice”.



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04 / 2007 - Was ist Gerechtigkeit? Was ist intergenerationelle Gerechtigkeit?
(pdf)
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Die Jubiläumsausgabe unser Zeitschrift befasst sich mit den Fragen "Was ist Gerechtigkeit? Was ist Generationengerechtigkeit?". Seit über 2000 Jahren werden auf die Frage "Was ist gerecht?" beharrlich unterschiedliche Antworten gegeben. Trotz dieser langen Diskussionphase kommen in der Praxis weder Politik noch Gesellschaft ohne "Gerechtigkeit" als regulative Idee aus. Seit wenigen Jahrzehnten ist die Diskussion außerdem um eine weitere Ebene erweitert worden: Gerechtigkeit zwischen Generationen. Auch hier variieren die Konzepte von Minimalsicherung der bestehenden Verhältnisse für die zukünftigen Generationen bis hin zu einer moralisch fundierten und zu erreichenden Besserstellung kommender Generationen. Aus diesem Grund lud die SRzG renommierte Philosophen ein, ihre Gerechtigkeitskonzepte vorzustellen und diese - sofern möglich - sodann auf den intergenerationellen Kontext zu beziehen. Als Resultat wird das Heft durch einen Beitrag von Prof. Dr. Dr.h.c. Otfried Höffe eingeleitet, in dem er Gerechtigkeit von anderem moralischen Handeln abgrenzt. Der zweite Beitrag stammt von Prof. Dr. Dr. Peter Koller, nach dem man von Gerechtigkeit spricht, wenn es um moralische Standards geht. Im darauffolgenden Beitrag definiert Prof. Dr. Ulrich Steinvorth u.a. Gerechtigkeit als die Summe erzwingbarer Normen. Im vierten Beitrag behauptet Dr. Axel Bohmeyer (Berliner Institut für christliche Ethik), dass es zur moralischen Identität der Subjekte gehört, die Auswirkungen ihres Handelns auch auf zukünftige Generationen zu prüfen. Abgerundet wird die Ausgabe mit einer Studie von Dr. Jörg Tremmel und Oliver Goetz, die sich mit der These auseinandersetzt, dass es Kinder einmal "besser" haben sollten als ihre Eltern. Folgende Buchrezensionen finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe: Erik Stei: "Gerechtigkeit und politischer Universalismus - John Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit. Eine kritische Analyse der Rechtfertigungsleistung"; Silvia Fuhrmann: "Die Gerechtigkeitslücke - Generationengerechtigkeit am Prüfstand"; Heinz Harbach: "Gerechtigkeit und menschliches Verhalten" und Michael Wimmer/ Roland Reichenbach und Ludwig Pongartz (Hg.): "Gerechtigkeit und Bildung". Des Weiteren können Sie eine Vorankündigung für Jörg Tremmels: "A Theory of Intergenerational Justice" in dieser Ausgabe lesen.


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03 / 2007 - Wege zu mehr Kindern in Deutschland
(pdf)
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Die Bevölkerung in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten älter werden und schrumpfen. Dieser demografische Wandel ist nicht mehr aufzuhalten, daher ist die Wissenschaft aufgerufen, Chancen und Risiken dieser Entwicklung zu benennen und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Eine Anpassung an die Alterung und Schrumpfung kann jedoch nicht die einzige Strategie sein. Das von der SRzG aufgebaute Institut für Demografische Zukunftsfähigkeit schrieb daher den 1. Demografie–Preis für Nachwuchswissenschaftler zum Thema „Wege zu mehr Kindern in Deutschland unter den Rahmenbedingungen einer liberalen Gesellschaftsordnung“ aus. Aus den zahlreichen Einsendungen für den Preis wählte die Redaktion der GG! einige aus und bat die Verfasser, ihre Arbeiten in Kurzform in der Zeitschrift zu publizieren. Das Ergebnis liegt nun vor: Zunächst leitet Wolfgang Gründinger in die komplexen Wechselbeziehungen zwischen Geburtenpolitik und Generationengerechtigkeit ein. Franziska Höring, Jan Lemanski, Stephan Schütze und Christoph Sperfeldt stellen fest, dass für Kinder und Familie fast nirgends in Europa so viele Finanzmittel eingesetzt wie in Deutschland. Ulrike Caroline Müller stellt fest, dass sowohl ein Ausbau der Kinderbetreuung als auch das Elterngeld tendenziell zu mehr Geburten von beruflich integrierten Paaren führen dürften und Wilko Schröter warnt im letzten Hauptbeitrag vor überzogenen Erwartungen an die langfristige Wirksamkeit politischer Maßnahmen zur Geburtenförderung. 


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02 / 2007 - Gesellschaftliche Generationen am Beispiel der 89er Generation
(pdf)
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Generationen existieren nicht per se, sie werden konstruiert. Nach Karl Mannheims berühmter Studie (1928) bilden die Mitglieder einer jungen Generation nur dann eine ‚Generationseinheit’, wenn sie nach einem einschneidenden geschichtlichen Ereignis dieselben Überzeugungen und Werte herausbilden. Passiert das nicht, so werden aus Gleichaltrigen keine Gleichartige. Es ist also keineswegs immer so, dass junge Menschen trotz unterschiedlicher Herkunft, Religion und ethnischer Zugehörigkeit eine kollektive Identität als ‚Generation’ herausbilden. Falls die heute Jungen eine Generation im Mannheimschen Sinne bilden, welche Bezeichnung, welches Label, ist am treffendsten, um diese Generation zu bezeichnen?
In den 90er Jahren gab es eine Generation, die sich in Anlehnung an die Wende 1989 die 89er-Generation nannte. Ausgabe 23 der GenerationenGerechtigkeit! stellt die Frage, was eigentlich aus dieser Generation geworden ist. Das Zeitschriftenprojekt verfolgt den Weg der 89er von ihrem ,coming out’ als politische Generation bis zum aktuellen Geschehen. In der Debatte um die 89er wurde erstmalig die Perspektive auf prekäre Beschäftigungsformen für Studienabsolventen gerichtet. Dies erscheint angesichts der aktuellen Diskussion um die Generation Praktikum prophetisch. Gleichzeitig wird gegenwärtig die 89er-Generation durch erste Dissertationen historisiert.  


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01 / 2007 - Die Debatte über nachhaltige Entwicklung in Spanien (deutsch-spanisch)
(pdf) ***************************************************** Nachhaltige Entwicklung ist ein globales Thema. Da ist es überraschend, dass es wenig internationalen Austausch in der Nachhaltigkeitsforschung gibt. Die erste deutsch-spanische Ausgabe der Zeitschrift Generationengerechtigkeit! will hier Abhilfe schaffen. Es ist ein erster Schritt, dem noch weitere folgen sollen. Wir wollten wissen: Welche Facetten hat die Nachhaltigkeitsdebatte in Spanien und in Südamerika? Wie wird Nachhaltigkeit dort verstanden? Welche Theorien bestimmen dort die philosophische und öffentliche Debatte? Es ist wichtig, eine internationale Debatte über Nachhaltigkeit zu beginnen, denn nur dann können die Probleme gelöst werden. Während englischsprachige Neuerscheinungen auch in vielen nicht-englischsprachigen Ländern rezipiert werden, besteht ein zu geringer direkter Austausch zwischen den anderen Sprachräumen der Welt. Lesenswerte spanische Autoren und deutsche Autoren werden oft nicht ins Englische übersetzt – ein direkter Austausch zwischen Deutschland und der spanischsprachigen Welt ohne Umweg über das Englische ist also unerläßlich.


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04 / 2006 - Abschied vom Öl - Eine Chance für die erneuerbaren Energien? (deutsch-frz.)
(pdf)
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Die Welt ist süchtig nach Öl – und wie die meisten Suchtkranken schert sie sich wenig um die langfristigen Folgen ihres Verhaltens. Könnten zukünftige Generationen wählen, so würden wir innerhalb von wenigen Jahrzehnten unser Energiesystem auf erneuerbare Energien umstellen und fossilen Energieträgern Lebewohl sagen. Aber die Zukunft hat eben keine Stimme. Daher bleibt nur zu hoffen, dass die junge Generation, die in 60 Jahren die Folgen heutiger Kurzsichtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes auszubaden hat, zusammen mit engagierten Älteren genug Handlungsdruck aufbauen kann, um eine generationengerechte Energieversorgung zu verwirklichen. Wie aber könnte eine Entziehungskur praktisch aussehen? Damit beschäftigt sich die nächste Ausgabe der GenerationenGerechtigkeit!, die sich somit mal wieder einem ökologischen Thema widmet. Sie erscheint diesmal zweisprachig auf Deutsch und Französisch. Beiträger sind Experten und Politiker aus beiden Ländern, u.a. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der Blick über den Rhein offenbart viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Meinungsunterschiede, gerade im Hinblick auf die Atomenergie. Prof. Francis Meunier (Conservatoire national des arts et métiers) und Prof. Christine Meunier Castelain (Centre national de la recherche scientifique) skizzieren eine heute schon technisch mögliche Revolution in der Energieproduktion. Ein Kennzeichen vieler erneuerbarer Energien ist ihre Dezentralität. Wer heute noch ausschließlich Energieverbraucher ist, könnte in Zukunft selbst zum Energie-Produzenten, ja sogar zum Energie-Exporteur werden. Erneuerbare Energien, Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen könnten vor allem der Landbevölkerung ermöglichen, Elektrizität zu produzieren und sie in das Netz einzuspeisen. Wenn sich die Landwirte auch als Energiewirte verständen, so könnten sie von der gigantischen Rendite, die heute noch wenige Konzerne einfahren, profitieren. Philippe Copinschi, Experte für internationale Ölbeziehungen am l'Institut d'Etudes politiques de Paris (Sciences Po), beleuchtet die geopolitischen Implikationen der Abhängigkeit vom Erdöl. Von allen Gütern ist Erdöl zur Zeit dasjenige, das am ehesten über die Fähigkeit eines Landes entscheidet, andere Güter herzustellen. Kein Wunder, dass sich die reichen Nationen den Nachschub dieses immer knapper werdenden Rohstoffes dauerhaft sichern wollen. Die Ressource Erdöl ist aber geografisch auf nur wenige Länder verteilt, die somit für die Importeure USA, Europa und China von besonderer Bedeutung sind – ein Interessengeflecht, das Copinschi näher beleuchtet. Die weiteren Artikel beschäftigen sich mit der Frage, ob das Ende des Erdöls nicht eher die Atomenergie als die Erneuerbaren beflügelt. Zunächst befasst sich Sebastian Klüsener, Doktorand am Institut für Kulturgeographie der Universität Freiburg und langjähriger Resident in der Ukraine, mit den Lehren, die aus der Havarie von Tschernobyl vor 20 Jahren zu ziehen sind. In einem Pro-Contra-Disput diskutieren anschließend Christian Wössner, Bereichsleiter für Presse und Politik beim Deutschen Atomforum, und Gerhard Schmidt vom Öko-Institut. Dabei betont Wössner, dass ohne die Kernenergie über Kyoto hinausgehende nationale CO2-Reduktionsziele nicht zu erreichen seien. Für Schmidt stresst die Nutzung der Atomkraft dagegen an wirtschaftliche, technische und vor allem gesellschaftliche Grenzen. Zahlreiche Rezensionen v.a. französischer Bücher zum Thema sowie ein Bericht von einer Energiekonferenz in Kanada runden das Heft ab.


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03 / 2006 - Wahlrecht ohne Altersgrenze
(pdf) *****************************************************
Bisher ist rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung - die Kinder und Jugendlichen - von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen heutiger Staatsverschuldung, sowie der Renten- und Umweltpolitik gewinnt die Fragestellung an Relevanz, ob diese "verlorenen Stimmen" aktiviert werden können, z.B. durch ein Wahlrecht ohne Altersgrenze oder ein Stellvertreterwahlrecht. Denn die Interessen von nicht stimmberechtigten Minderheiten tauchen im Kalkül des Politikers, der seine (Wieder-) Wahl organisiert, wenn überhaupt, dann nur am Rande auf. Oftmals werden Vorschläge zur Veränderung des Wahlrechts als absurd abgetan, obwohl schon seit Jahren eine wissenschaftliche und politische Diskussion zu diesem Thema im Gange ist. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte diese Diskussion 2003, als der Deutsche Bundestag den überfraktionellen Antrag "Mehr Demokratie wagen durch ein Wahlrecht von Geburt an" diskutierte, was vor zehn Jahren noch kaum jemand für möglich gehalten hätte. Bei vielen revolutionären Ideen ist es so, dass sie erst verlacht, dann bekämpft und erst im dritten Stadium ernsthaft diskutiert werden. Das dritte Stadium ist inzwischen erreicht.


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02 / 2006  - Generationendialog
(pdf) ****************************************************
Dem Thema „Generationendialog“ ist die Ausgabe 2/2006 der Zeitschrift gewidmet. Autoren sind unter anderem Prof. Dr. Christoph Wulf (Erziehungswissenschaftler, Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Horst Opaschowski (Trendforscher, Universität Hamburg), Prof. Dr. Kurt Lüscher (Generationenforscher, Universität Konstanz) und Armin Laschet (Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW). Im zweiten Teil des Heftes haben wir zur Frage, ob die Politik einen Generationendialog initiieren sollte, Standpunkte von Jung und Alt eingeholt. Außerdem geben für diese Ausgabe Vertreter aller Generationen in Porträts einen Einblick in ihre Lebenswelten. Last not least widmet sich ein Teil des Heftes intergenerativer Projektarbeit.


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01 / 2006 - Philosophische Einwände gegen Generationengerechtigkeit - und ihre Widerlegung

                     (deutsch-französisch) (pdf)                                 *****************************************************
Die erste deutsch–französische Ausgabe befasst sich mit den Einwänden und Kritikpunkten gegen das Konzept der Generationengerechtigkeit. Im Gegensatz zur Ausgabe 3/2004 werden diesmal ueberwiegend philosophische Ansatzpunkte behandelt, unter anderem das von Derek Parfit eingebrachte "Non–Identity– Challenge" und der oft zu hörende Einwand, wir könnten die Bedürfnisse kommender Generationen nicht kennen. Beide Einwände wurden überzeugend widerlegt. Diese erste bilaterale Ausgabe wurde sowohl an die deutschen und französischen Parlamentarier als auch an die Mitglieder der SRzG bzw. den Abonnenten von GG! geschickt. Das Heft beinhaltet Beiträge von Dr. Jörg Tremmel (SRzG), Dr. Axel Gosseries (Universität von Louvain, Belgien), Prof. Dr. Olivier Godard (Nationales Zentrum für Wissenschaftliche Forschung, Paris), sowie Adele Thorens (Universität Lausanne, Schweiz).

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03 / 2005 - Institutionelle Verankerung von Generationengerechtigkeit (englisch)
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Das zweifarbig gedruckte Heft ist professionell layoutet, was auch bereits in vielen Leserbriefen positiv vermerkt wurde. Bisher gelang es der Redaktion stets, hochrangige Autoren aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zu verpflichten. Die Dokumentation des Young Leader Congress 2005 bildete zusammen mit zahlreichen weiterführenden Fachartikeln das Gerüst der Ausgabe 3/2005 der Zeitschrift „Generationengerechtigkeit!“ (engl.: Intergenerational Justice Review). Neben den Bundestagsabgeordneten fanden die Parlamentarier in Belgien, Döänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Spanien, Großbritannien, Irland, Schweden, Griechenland und Portugal sie auf ihrem Schreibtisch vor. Knapp 5.000 Abgeordnete aus verschiedenen Parlamenten Europas wurden somit über Möglichkeiten der institutionellen Verankerung von Generationengerechtigkeit informiert.


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02 / 2005 - Politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen
(pdf)
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Politische Mitbestimmung für Kinder? Eine solche Forderung wird oft als absurd angesehen. Allerdings vollzieht sich hier momentan ein rascher Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung. Im letzten Jahr debattierte der Deutsche Bundestag über einen Antrag zur Einführung eines „Wahlrechts von Geburt an“ – dies hätte vor fünf Jahren noch kaum jemand für möglich gehalten.
Die Ausgabe unserer Zeitschrift beschäftigt sich mit der interessanten Frage, ob es hier einen Misstand zu beseitigen gilt, denn bisher ist rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung – die Kinder und Jugendlichen – von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen.
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der aktuellen Auswirkungen heutiger Staatsverschuldung, sowie der Renten und Umweltpolitik gewinnt diese Fragestellung an Relevanz.
Das Heft enthält Beiträge von Prof. Dr. Rolf Oerter (emeritierter Professor für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München), Dr. Lore Peschel-Gutzeit (ehem. Hamburger Justizsenatorin), Mike Weimann (Mitbegründer der Berliner Kinderrechtsgruppe K.R.Ä.T.Z.Ä), Wolfgang Gründinger (Vorsitzender von YOIS-Bayern), Christian Lindner (FDP-Generalsekretär in NRW), sowie der Bundestagsabgeordneten Jutta Dümpe-Krüger, Klaus Haupt und Wolfgang Zeitlmann.


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01 / 2005 - Unternehmensleitbild Generationen-
gerechtigkeit
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„Die soziale Verantwortung von Unternehmen besteht darin, ihren Gewinn zu mehren!“
Diese Ansicht von Milton Friedman, publiziert 1970, ist heutzutage angesichts zunehmender globaler wirtschaftlicher Vernetzung strittiger denn je.
Wissenschaftler sprechen heute von Unternehmensethik’. In den Managementetagen großer und mittelständiger Unternehmen ist die Rede von Corporate Social Responsibility’. Gemeinsam ist beiden Begriffen, dass es um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen geht.
Seit Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten transnational organisieren, sind sie in der Lage, staatliche Ansprüche gegen sich zu minimieren. Mit der Macht wächst aber auch die Verantwortung und es stellt sich die Frage, welche gesellschaftlichen Verpflichtungen Unternehmen übernehmen. In der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist bisher der Aspekt der Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen Generationen relativ unberücksichtigt geblieben.
Das Heft enthält Beiträge von Georg Müller-Christ (Universität Bremen), Jörg Tremmel (Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen), Bernd Siebenhüner (Universität Oldenburg), Volker Teichert (Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg), Manfred Kohlhase (WELEDA AG) und Dirk Frenzel (Bayer AG).


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04 / 2004 -
Deutsch-polnische Ausgabe (pdf)
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03 / 2004 - Generationenbeziehungen und Bildung
(pdf)
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02 / 2004 - Gerechtigkeit, Ethik, Ökologie (englisch)
(pdf)
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01 / 2004 - Generationengerechtigkeit und Bevölkerungspolitik
(pdf)
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03 / 2003 -
Familienpolitik und Generationengerechtigkeit (pdf)
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02 / 2003 - Generationengerechtigkeit und Unternehmen
(pdf)
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01 / 2003 -
Nachhaltigkeit oder Generationengerechtigkeit? (pdf)
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03 / 2002 -
Was ist Generationengerechtigkeit (englische Ausgabe) (pdf)
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02 / 2002 - Ressourcenproduktivität
(pdf)
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01 / 2002 -
Finanzielle Generationengerechtigkeit (pdf)
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04 / 2001 -
Gentechnik (pdf)
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03 / 2001 -
Globalisierung (pdf)
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02 / 2001 -
Weltbevölkerung (pdf)
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01 / 2001 -
Einführung (pdf)
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