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Die Stiftung fördert Forschung. Daneben führt sie auch selbst Forschungsprojekte durch.
Um die eigene Forschung zu strukturieren, hat die SRzG zehn Schlüsselgebiete bestimmt. Dies sind die Themen, über die wir Konferenzen abhalten, Bücher und Ausgaben unserer Zeitschrift herausgeben, oder in unseren Auszeichnungen für junge Wissenschaftler behandeln.
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Grundlagen der Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit
Der Begriff der Generationengerechtigkeit hat gute Chancen, das
geistige Leitmotiv des neuen Jahrhunderts zu werden. Die Frage der
Gerechtigkeit zwischen Alt und Jung wird angesichts des dramatischen
Veränderungen im Altersaufbau der deutschen Bevölkerung ebenso wichtig
werden wie die Frage nach sozialer Gerechtigkeit, also Gerechtigkeit
zwischen Arm und Reich. Dieser Forschungsbereich (FB) zeigt die
philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Wurzeln des Begriffes
auf und definiert ihn abschließend und für alle anderen FBs verbindlich. Mehr...
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Generationengerechtigkeit in Verfassungen
Seit
ihrer Gründung sucht die SRzG Lösungen für eines der überragenden
Probleme unserer Zeit: politische Kurzsichtigkeit. Zukünftige Menschen
können heute noch nicht wählen. Das Prinzip der Demokratie, in seiner
traditionellen und engen Form, kann mit der Maxime der
Generationengerechtigkeit in Konflikt kommen.
Die Notwendigkeit in
einer Demokratie alle 4–5 Jahre die Gunst der Wähler zu erlangen, führt
dazu, dass Politiker ihre Politik danach ausrichten, die Wünsche und
Bedürfnisse heutiger Menschen zu bedienen – ihrer Wählerschaft.
Daher werden die Interessen zukünftiger Generationen allzu oft
vernachlässigt. Heutige technische Weiterentwicklungen bedeuten, dass
die Konsequenzen unserer heutigen Unterfangen, solche wie der Bau eines
Atomkraftwerks, weit reichende Effekte und möglicherweise einen
gravierenden negativen Einfluss auf die Lebensqualität für zahlreiche
zukünftige Generationen haben wird. Mehr...
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Die Ökologie - Nach uns die Sintflut...
Erstmals in der Geschichte der Menschheit ist das Recht zukünftiger
Generationen, ihr Leben auf einem ökologisch gesunden, biologisch
vielfältigen Planeten zu verbringen, gefährdet. Ein Beispiel für die
Folgen nicht-nachhaltigen, nur an der Gegenwart orientierten Handelns
im Umweltbereich ist der Treibhauseffekt:
Unsere heutige Form der Energiegewinnung mit dem Schwerpunkt
auf fossilen Energieträgern ermöglicht derzeit in den Industrieländern
einen einmalig hohen Lebensstandard, nimmt aber dafür gravierende
Nachteile in der mittelfristigen Zukunft von dreißig bis fünfzig Jahren
in Kauf. Nach heutigem Wissen führt die Energiepolitik der herrschenden
Politikergeneration zu einer Kohlendioxidanreicherung in der Atmosphäre
mit der Folge, dass der natürliche Treibhauseffekt verstärkt wird und
die Temperaturen weltweit ansteigen. Überschwemmungen,
Flüchtlingsströme und neue Konflikte sind - wie wir heute schon wissen
- die in der Zukunft anfallenden Nachteile dieser kurzsichtigen Politik. Mehr...
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Staatsverschuldung - Leben auf Pump
Auch in der Haushaltspolitik bevorzugen die Politiker die Gegenwart.
Obwohl eine Neuverschuldung von Null als Ziel abgesteckt wurde, nimmt
die Staatsverschuldung weiter zu und erreicht immer neue Höchstmarken.
In den letzten Jahren verstieß Deutschland sogar gegen den europäischen
Stabilitätspakt. Längst lebt die herrschende Generation nicht mehr im
Rahmen ihrer Mittel, sondern bürdet die Kosten für ihren Konsum den
nachfolgenden Generationen auf. Mit ‚Wahlgeschenken’ versuchen sich
Politiker ihre Wiederwahl zu erkaufen, ohne an die nächste Generation
zu denken. Dieser Missstand muss unverzüglich gestoppt werden. Es
sollte Konsens darüber bestehen, dass keine Generation über ihre
Verhältnisse leben darf. Mehr...
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Rentenversicherung in der Krise
Unsere sozialen Sicherungssysteme, besonders die Rentenversicherung,
stecken in der Krise. Angesichts von Arbeitslosigkeit und
demographischem Wandel droht eine Überlastung der Beitragszahler. Die
Sozialbeiträge werden erhöht, ohne dass die heute Jüngeren aus der
Rentenversicherung in heutigem Umfang Leistungen erwarten können, wenn
Sie selbst alt sind. Dadurch findet eine Lastenverschiebung
statt, die jedem Gerechtigkeitsempfinden
widerspricht. Die SRzG fordert eine Teilung der Lasten zwischen
Jüngeren und Älteren (intergenerationelle Gerechtigkeit). Die von ihr
entwickelte ‚Teilungslösung’ hat auch in Fachkreisen viel
Aufmerksamkeit gefunden.
Darüber hinaus muss aber auch Gerechtigkeit innerhalb einer Generation
(intra-generationell) erreicht werden. Zukünftige Beamte, Politiker und
Selbständige müssen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen
werden, damit nicht immer weniger Beitragszahler für immer mehr
Rentenempfänger immer höhere Beiträge zahlen müssen. Mehr...
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Arbeit - Die Lehrstellenmisere
Mehrere 10.000 Ausbildungsplätze für junge Menschen fehlten in den
letzten Jahren. „Selten zuvor ist eine Jugend so schamlos um ihre
beruflichen Perspektiven betrogen worden und hat es gleichzeitig so
klaglos hingenommen“ (Prof. Dr. Peter Grottian). Leider sichern viele
Ältere ihre Jobs und Besitzstände ab, z.B. bei der Zulassung zum
Kassenarzt, die heute Studierende nicht mehr oder nur noch sehr schwer
erhalten. Die erste Erfahrung von Jugendlichen darf nicht die
Arbeitslosigkeit sein. Jung und Alt müssen deshalb einen neuen
Generationenvertrag in der Arbeitswelt abschließen, um durch
intelligente Lösungen Arbeit für alle zu ermöglichen. Dazu gehört nach
Ansicht der SRzG eine Ausbildungsplatzabgabe für Unternehmen, die nicht
ausbilden, ebenso wie eine Überprüfung des Senioritätsprinzips. Mehr...
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Bildung - Das Megathema der Zukunft
Die Zukunft einer Gesellschaft hängt von der Mündigkeit und den
Fähigkeiten ihrer Bürger ab. Gerade in Deutschland sind die Köpfe der
Menschen und ihre Begabungen und Talente die wichtigsten
Zukunftsressourcen. Um jungen Menschen Chancen auf Arbeit und auf ein
erfülltes Leben, auf Mündigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln zu
geben, ist eine wesentliche Aufgabe des Staates, ein modernes und
leistungsfähiges Bildungssystem bereitzustellen. Deshalb brauchen wir
eine umfassende Bildungsreform. Mehr...
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Kinderrechte - Gebt Jugendlichen die Chance, unsere Zukunft mitzugestalten
Um all die notwendigen Reformen in Angriff zu nehmen, müssen
Jugendliche mehr politische Mitspracherechte und -möglichkeiten
bekommen. Nur wenn die Jugend im Kalkül der Politiker zu einer
relevanten Einflussgröße wird, besteht eine Chance auf Änderung der
herrschenden Verhältnisse. Das Wahlrecht darf jungen Menschen nicht
mehr wegen ihres Alters vorenthalten bleiben. Auch in anderen Bereichen
muss dafür gesorgt werden, dass Menschen unter 18 Jahren als
gleichberechtigt anerkannt werden. Mehr...
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Unternehmen und Generationengerechtigkeit
Der Begriff ‘Generationengerechtigkeit’ wird zu einem Schlüsselwort in
unserer heutigen Gesellschaft. Dies wird eindrucksvoll dokumentiert
durch die Übernahme des Begriffs in die Programme von politischen
Parteien. Die Tatsache, dass dieser neue Begriff relevant für
Unternehmen ist, erscheint unwiderlegbar, angesichts dessen, dass der
Einfluss von Regierungen in der heutigen Weltwirtschaft mehr und mehr
abnimmmt, während transnationale Konzerne an Einfluss zunehmen. Aus
Macht erwächst aber auch Verantwortung. Mit der Kombination von
Generationengerechtigkeit und Unternehmenspolitik, bietet dieser
Forschungsbereich einen Ansatz für eine soziale Philosophie, die die
Ideen von unternehmerischer Sozialverantwortung, Unternehmensführung
und Nachhaltigkeit in Unternehmen vereint. Mehr...
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Bevölkerungsentwicklung
Im Jahre 1999 überschritt die Weltbevölkerung die 6 Milliardengrenze.
Zuvor dauerte es 10.000 Generationen, bis im Jahr 1927 die Marke von 2
Milliarden Menschen auf der Erde erreicht wurde. Zwischen 1927 – 1967
verdoppelte sich die Bevölkerung. Unsere Welt ist nun das Zuhause für
7,8 Milliarden Menschen, und diese Zahl steigt jedes Jahr weiter. Die
Vereinten Nationen prognostizieren, dass sich die Weltbevölkerung im
Jahre 2050 auf 9-10 Milliarden vergrößert haben wird. Ausgehend von
dieser Vorhersage bedeutet dies einen Anstieg der Weltbevölkerung um
das Fünffache während der Lebensspanne eines Menschen.
Bevölkerungswachstum ist ein Problem, das sich auf die Umwelt und die
generelle Lebensqualität auswirkt. Aber auch der Bevölkerungsrückgang
in den weiter entwickelten Staaten kann zu einem Problem werden.
Generationengerechtigkeit und der Demografische Wandel sind eng
miteinander verknüpft, da es die Größe einer Generation ist, die zum
großen Teil ihr Schicksal determiniert. Aber zum Guten oder zum
Schlechten? Die Beziehung zwischen Generationengerechtigkeit und
demographischen Wandel ist hoch komplex und voller Wechselwirkungen.
Mit dem Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz) hat die SRzG eigens ein Institut gegründet, das diese Verbindungen untersucht. Mehr...
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